10 Jahre iPhone Mehr Fotos, weniger Kaugummis: Das iPhone hat die Welt verändert

Vor 10 Jahren kam das erste iPhone in die Läden. Es hat unser Leben verändert. Und zwar gründlich, wie sich mit Statistiken zeigen lässt.

Ein Mann hält ein handgrosses Gerät in die Höhe.

Bildlegende: Steve Jobs bei der Präsentation des ersten iPhones im Januar 2007. Keystone

Worum geht's?

Am 29.6.2007 kam das iPhone in den USA in die Läden und verhalf dem Smartphone zum Durchbruch. Es stand am Anfang von vielen grossen Veränderungen.

Das iPhone hat viele Bereiche unseres Lebens beeinflusst. Wie sehr, zeigt das Magazin «Recode» mit Fakten und Zahlen.

Warum ist's interessant?

Unter den Beispielen findet sich Offensichtliches wie Fotografie – heute ist sie fester Bestandteil unseres Alltags, bei der Einführung war sie noch ein Hobby. 85 Prozent der US-Amerikaner fotografieren heute mit dem Handy. Die restlichen 15 Prozent benutzen eine Kamera oder ein Tablet.

Das Smartphone hat auch unsere Arbeitswelt verändert: Seit 2009 steigt die Zahl der Menschen, die auf Abruf arbeiten. Das heisst, ihre Jobs über Internetplattformen bekommen. Weil sie dort als Fahrer oder Kleiderwäscher gebucht werden können. In Amerika sollen 5.8 Millionen Menschen bereits so arbeiten – Tendenz stark steigend.

Auch unser Sozialleben hat sich ins Telefon verlagert – hin zu den sozialen Medien. 2016 wurde mehr Zeit am Handy verbracht als je zuvor. Die Prognosen sagen, dass der mobile Internetkonsum weiter steigen wird. 2019 soll der weltweite Durchschnitt der mobilen Internetnutzung bei 122 Minuten pro Tag liegen.

Auch Skurriles findet sich in der Liste von «Recode»: Unter dem Erfolg des Smartphones leidet die Kaugummi-Industrie. Durch das Smartphone stehen wir nicht mehr an der Supermarkt-Kasse, beobachten Leute und legen dann doch noch eine Packung Kaugummi auf das Förderband. Heute starren wir ins Smartphone. In Amerika ist der Verkauf von Kaugummis seit 2007 um 15 Prozent zurückgegangen.

Screenshot

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