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Kultur versus Corona
Aus Kulturplatz vom 18.03.2020.
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Museen im Netz Wie Schweizer Museen trotz Corona Kunst zeigen

Auch wenn sie derzeit geschlossen sind, bieten viele Museen Wege, die Kunst nach Hause zu holen. Eine Auswahl gelungener Online-Ableger von Schweizer Museen.

Bunte Räder einer grossen Maschine
Legende: Tinguelys Maschinen trotzen der Corona-Krise - in Form von Webvideos. Keystone / GEORGIOS KEFALAS

Museum Jean Tinguely, Link öffnet in einem neuen Fenster

Eigentlich ist der «Meta-Tinguely», Link öffnet in einem neuen Fenster, der sich auf der Museums-Website findet, als Begleiter durch das Museum gedacht. Aber solange die Türen geschlossen sind, kann man sich den Guide auch auf dem heimischen Sofa anschauen – am besten auf einem Tablet.

Der kurzweilige und spielerische «Meta-Tinguely» ist auf jüngere Museumsbesucherinnen ausgelegt. Doch sein Herzstück bilden die Videos von munter ratternden Tinguely-Maschinen – die funktionieren unabhängig vom Alter.

Eine Frau schaut sich im Museum ein Foto an, das mit vielen anderen Bildern an einer Wand hängt.
Legende: Die volle Fülle an Fotografie gibt es auch online. Keystone / EDDY RISCH

Fotomuseum Winterthur, Link öffnet in einem neuen Fenster

Das Winterthurer Fotomuseum hat im Netz ein üppiges und verspieltes Standbein: Klickt man sich durch die vorerst recht aufgeräumt wirkende Website, hält einen stets ein umherschwebendes, blinzelndes Auge im Blick. Auch lohnt es sich, immer wieder in die linke obere Ecke zu schauen. Dort führt das Logo des Museums ein witziges Eigenleben.

Für die Website sollte man Lust am Entdecken mitbringen – oft weiss man nicht, was einen nach dem nächsten Klick erwartet. Im Online-Ausstellungsformat «Situations» , Link öffnet in einem neuen Fensterfindet man einen riesigen Fundus verschiedener Kunstwerke – sie reichen von einfachen Fotos über Videos bis zu ausgewachsenen Online-Kunstprojekten wie zum Beispiel «Face/Off Singularity» von David Dao, Link öffnet in einem neuen Fenster, das sich mit Gesichtserkennung und Überwachung auseinandersetzt.

Hauptgebäude und Anbau des Kunstmuseums Basel von aussen
Legende: Das Kunstmuseum Basel sendet mit Netz täglich Lebenszeichen. Keystone / GAETAN BALLY

Kunstmuseum Basel, Link öffnet in einem neuen Fenster

Auch wenn es geschlossen ist, zeigt sich das Kunstmusuem Basel aktiv: In einem Blog erscheinen täglich neue Artikel, die etwa dabei helfen, die Kinder zu Hause bei Laune zu halten, Link öffnet in einem neuen Fenster. Oder auf einen halbstündigen Dokumentarfilm über den Künstler William Kentridge, Link öffnet in einem neuen Fenster verweisen, der sich auf dem hauseigenen YouTube-Kanal findet.

Dort gibt es eine Reihe von Videos, in denen einzelne Werke vorgestellt werden – entweder von Mitarbeitern des Museums oder von den Künstlerinnen selbst.

Grosses Regal mit Stühlen und Tischen
Legende: Die Sammlung des Musuems für Gestaltung lässt sich online durchstöbern. Keystone / CHRISTIAN BEUTLER

Museum für Gestaltung, Link öffnet in einem neuen Fenster

Das Museum für Gestaltung in Zürich hat seine Sammlung mit grossem Aufwand digitalisiert. Mit sogenannten eGuides, Link öffnet in einem neuen Fenster kann man kuratierte Touren durch Objekte der Sammlung unternehmen.

Zu jedem Objekt gibt es einen eingesprochenen Erklärtext. Die Bilder sind gross und erlauben es, Details vergrössert zu betrachten, manche Objekte sind gar als 360°-Ansichten verfügbar.

Eine bunte Mischung bietet beispielsweise die Tour «Unsere schrägsten Vögel», Link öffnet in einem neuen Fenster mit humorvollen Werken wie den «Typographischen Monatsblättern» von Hans-Rudolf Lutz., Link öffnet in einem neuen Fenster

Menschen in einem grossen Saal, an dessen Decke eine gelb-grüne Projektion geworfen wird
Legende: Die Ausstellung von Olafur Eliasson musste vorzeitig beendet werden. Auszüge gibt es immerhin online. Keystone / WALTER BIERI

Kunsthaus Zürich, Link öffnet in einem neuen Fenster

«Das Kunsthaus Zürich bleibt geschlossen» heisst es gross auf der Website des Museums. Doch wer sich die Mühe macht, sich weiter durch die Seite zu klicken, kann doch noch einen Museumsbesuch machen.

Zur Ausstellung «Symbiotic Seeing» von Olafur Eliasson, die wegen des Coronavirus vorzeitig beendet wurde, gibt es ein sogenanntes «Digitorial», Link öffnet in einem neuen Fenster. Das gibt einen Eindruck von der Ausstellung und stellt Leben und Werk des Künstlers vor.

Filmszene: Ein Mann liegt zusammengekauert am Boden zwischen Bäumen
Legende: «Sensing Bodies» von Christoph Oertli würde gerade in Muttenz gezeigt. Nun ist die Ausstellung im Livestream zu sehen. Kunsthaus Baselland / Christoph Oertli

Kunsthaus Baselland, Link öffnet in einem neuen Fenster

Das Kunsthaus Baselland in Muttenz gibt sich sichtlich Mühe, die durch das Coronavirus bedingte Isolation zu überbrücken. Das Resultat macht Spass: Jeden Dienstag gibt es fortan eine Onlineführung, bei der wir via Livestream durch das Museum geführt werden.

Im ersten Stream , Link öffnet in einem neuen Fensterzeigt uns der Künstler Christoph Oertli seine eigene Ausstellung. Und man hat gar einen Telefonservice eingerichtet: Wer sich vorab anmeldet, erhält jeweils donnerstags vom Museum einen Anruf. Dabei besprechen Museumsangestellte 10 Minuten lang ein Kunstwerk.

Radio SRF 2 Kultur, Kultur-Aktualität, 26.3.2020, 17:20 Uhr.

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