1 Jahr Monsterwahn «Pokémon Go»: Vom Monster- zum Mini-Hype?

Mega-Hype um die Monsterjagd: Wie steht’s um «Pokémon Go», ein Jahr nach der Lancierung?

Ein Pokémon auf einem Bildschirm.

Bildlegende: Go! Die virtuellen Monster haben bei Millionen Gamern den Jagdinstinkt geweckt. Getty Images / Bildmontage

Worum geht’s?

Der 6. Juli 2016 war für Pokémon-Fans wie Weihnachten und Geburtstag zugleich: Das Smartphone-Spiel «Pokémon Go» kam auf den Markt.

Die Jagd auf die virtuellen Monster wurde zum weltweiten Mega-Hype. In Kirchen, auf Pausenplätzen, in Museen: Die Monster und ihre Jäger waren überall los. Der Pokémon-Wahn kannte keine Grenzen.

Der Run auf die Monster bestätigte sich auch in den Zahlen: Innerhalb von 60 Tagen wurde die App mehr als 500 Millionen Mal runtergeladen. Im ersten Monat machte sie mehr als 200 Millionen Umsatz und führte in über 70 Ländern die App-Charts an. Das hatte bisher keine andere Spiele-App geschafft.

Warum ist’s interessant?

«Pokémon Go» schaffte es, 90er-Jahre-Nostalgiker, aber auch neue Fans mit dem Jagdfieber zu infizieren. Heute, ein Jahr später, ist der Hype abgeflacht – der Erfolg der App aber immer noch gross.

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Hype um Pokémon

2:24 min, aus Tagesschau vom 13.7.2016

Im Juni spielten 60 Millionen Menschen weltweit «Pokémon Go» – 20 Prozent der Nutzer spielen mindestens einmal täglich. Das sind immer noch Zahlen, von denen andere Spiele-Apps nur träumen können.

Damit die Fans «Pokémon Go» auch weiterhin treu bleiben, lassen sich die Entwickler des Games einiges einfallen. Vor kurzem wurde die App upgedatet – beispielweise wurden die Kampf-Arenen aufgefrischt und «Raids», Gruppenkämpfe gegen Monster, eingeführt.

Die Entwickler versuchen auch, die Spieler mit Events an die App zu binden. Beim Wasser-Festival im März beispielsweise wurden während einer Woche vermehrt Wasser-Monster anzeigt. Oder an Ostern schlüpften seltene Monster aus den Eiern.

Die Monsterjagd ist also noch nicht vorbei – nur halten sich die Jäger etwas mehr im Hintergrund.

Screenshot

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