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Street Art im Museum Trinken diese Street Art Künstler jetzt auch Cüpli?

Es klingt wie ein Paradox: Kuratorin Yasha Young zeigt «Street Art» im Museum. In acht Videos verrät sie, welche ihre Lieblingskünstler sind.

Smartpone, auf dem eine Hand zu sehen is, die zeichnet.
Legende: Strassenkunst in den heiligen Hallen eines Museums – das gibt zu reden. ARTE CREATIVE/SRF

Worum geht’s?

Wenn man’s genau nimmt, zeigt Yasha Young in ihrem Museum nicht einfach «Street Art». Die deutsch-amerikanische Kuratorin betont, dass sie «contemporary urban art» in ihr Berliner Ausstellungshaus bringt, Link öffnet in einem neuen Fenster. Das heisst: Nicht nur bemalte oder besprayte Oberflächen, sondern auch andere Kunstformen im öffentlichen Raum, die über die flache Betonwand hinausgehen.

Ob Street oder Urban Art – für «arte creative, Link öffnet in einem neuen Fenster» stellt Young acht ihrer Lieblingskünstler vor. Und ermöglicht damit einen Blick in eine Welt zwischen Ruhm, Illegalität, street credibility und ganz viel Farbe.

Warum ist’s interessant?

Yasha Youngs Geschmack ist äusserst vielfältig. Durch ihre acht Porträts bekommen daher auch «Urban Art»-Laien eine Idee davon, worum es bei dieser Kunstrichtung geht.

Da ist zum Beispiel «Snik, Link öffnet in einem neuen Fenster»: Ein britisches Künstlerduo, das seine Kunst fast ausschliesslich mit handgefertigten Schablonen auf die Wand aufträgt. Bei Häuserwänden über mehrere Stockwerke eigentlich eine «bescheuerte Idee», wie die Künstler selber zugeben – aber effektvoll.

Ganz anders arbeitet Nomad, Link öffnet in einem neuen Fenster. Der adrett gekleideten Berliner gestaltet nicht nur Häuserwände. Im Moment sind es auch Masken und Kreaturen aus anderen Welten. Wenn er nicht gerade als DJ kongolesischen Zouk auflegt. Wenn er nicht gerade malt. «Er ist einfach überall», sagt Yasha Young.

Eine der interessantesten Positionen, die Yasha Young zu ihren Freunden zählt, ist «Olek, Link öffnet in einem neuen Fenster». Die polnische Künstlerin arbeitet nicht mit der Spraydose, sondern mit dem Häkchen.

Masche um Masche legt sie bunte Stränge um Objekte im öffentlichen Raum – zum Beispiel um den New Yorker Wall Street Bull. Olek sagt: «Die meisten Leute haben Angst davor, in eine Galerie oder Museum zu gehen… Aber wenn ich die Werke auf der Strasse zeige, sind sie wirklich für alle.»

Bleibt abzuwarten, ob Yasha Young mit ihrem neuen Projekt nun genau diese Hürde zu überwinden weiss.

Screenshot

Wir sprechen über aktuelle Geschichten und Debatten im Internet. Von Montag bis Donnerstag um 17.40 Uhr in der Rubrik «Screenshot» bei Radio SRF 2 Kultur.

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