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Generation 60 plus im Netz Weniger digitale Stolpersteine für «Silver Surfer»

Digitale Medien sind für viele ältere Menschen ein Buch mit sieben Siegeln. Eine Studie zeigt, was man dagegen tun kann.

Zwei ältere, reichgeschmückte  Frauenhände halten ein Smartphone.
Legende: «Feature», «Flatrate», «FAQ» – das sind für viele ältere Menschen Fremdwörter. Imago/Westend61

Worum geht's?

Das österreichische Forschungsprojekt mobi.senior.A, Link öffnet in einem neuen Fenster hat 35 Seniorinnen und Senioren zu ihrem Umgang mit digitalen Medien befragt. Das Resultat: Der Umgang mit Smartphones und Computern fällt vielen älteren Menschen nicht leicht.

Schwierigkeiten gibt es zum Beispiel bei den englischen Fachausdrücken, es herrscht Unsicherheit punkto Datenschutz – und auch der Genderaspekt spielt eine Rolle: Während sich Senioren gerne als Technikexperten sehen, trauen sich ältere Frauen oft weniger zu. Sie schätzen sich hilflos und technikfremd ein und nutzen den Computer deutlich weniger.

Warum ist's interessant?

Dass viele ältere Leute damit hadern, mit Apps, Software und neuen Geräten umzugehen, ist nicht neu. Worin die Probleme aber konkret bestehen, zeigt das Forschungsteam sehr detailliert auf – inklusive Lösungsansätzen.

Ein grosses Gewicht wird etwa auf Kurse gelegt. Dazu gibt es eine Fülle an Ausbildungsmaterial, auf das Lehrpersonen zurückgreifen können.

Es werden auch Tipps geliefert, wie Apps seniorengerechter gestaltet werden könnten – beispielsweise mit grösserer Schrift und klar strukturierten Texten – und ein grosses Glossar, das zahlreiche Begriffe rund um Smartphone und Tablet verständlich erklärt.

Schliesslich gibt es einen Bereich «Verkauf und Support» – unter anderem mit Empfehlungen für ein Verkaufsgespräch mit älteren Leuten.

Ein bemerkenswerter Punkt: Es ist nicht nur wichtig, ältere Menschen im Umgang mit digitalen Medien zu unterstützen, damit sie an der Gesellschaft teilhaben können. Die Generation 60 plus stellt auch eine grosse wirtschaftliche Chance dar.

Das Projekt mobi.senior.A, Link öffnet in einem neuen Fenster

«So werden Apps seniorengerecht» bei futurezone.at, Link öffnet in einem neuen Fenster

Die Ergebnisse als Infografik

Die Ergebnisse als Infografik

Auf einen Blick: Die Ergebnisse des Forschungsprojektes «mobi.senior.A» wurden auch in einer anschaulichen Infografik zusammengefasst.

Screenshot

Wir sprechen über aktuelle Geschichten und Debatten im Internet. Von Montag bis Donnerstag um 17.40 Uhr in der Rubrik «Screenshot» bei Radio SRF 2 Kultur.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Eveline Schneider (SchneiderE)
    Ich wünsche mir mehr Differenzierung. Ein Teil der Generation 60+ (die Menschen zwischen 60 und 70 Jahren heute) stand damals voll im Berufsleben und lernte schnell mit den neuen Geräten und deren Programmen umzugehen. Viele von ihnen waren Wegbereiter, im Geschäft auf PC und später auf Natel und Handhelds (ich beziehe mich auf die 80iger und 90iger) umzusteigen und einzuführen. Dass die Anzahl der Menschen ab zirka 75 Jahren zunimmt, die Unterstützung benötigt, da gehe ich mit Ihnen einig.
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  • Kommentar von Henriette Rub (ehb)
    Und warum kann dies möglich sein? Die Generation 60+ ist bekanntlich noch nicht mit dem Smartphone in der Faust zur Welt gekommen. Viele hatten erst sehr spät Gelegenheit, sich mit elektronischen Medien bekannt zu machen. Und natürlich haben die lieben Kinderlein meist keine Zeit, Mama und Papa oder Oma und Opa behilflich zu sein. Das habe ich als PC Helferin 50+ schon mehr als genug zu hören bekommen. Hilfe zwischen Generationen funktioniert hier nicht.
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