Wie man einen Millennial verunsichert – und wie der kontern kann

Mit dem Hashtag #HowToConfuseAMillennial, der seit dem Wochenende auf Twitter trendet, machte sich die ältere Generation über die Generation Y lustig. Doch das Blatt wendete sich – die Millennials schlugen zurück. Und zwar mit ungeahnter, aber berechtigter Wut.

Auf einem Smartphone sucht jemand den Hashtag «HowToConfuseAMillennial».

Bildlegende: Was mit dem Hashtag #HowToConfuseAMillennial begann, entwickelte sich zu einer Debatte zwischen zwei Generationen. SRF

Worum geht's?

Können Sie sich noch an die Zeiten vor dem Handy erinnern, als man noch Telefonzellen benutzte und seinen Weg in die Ferien auf einem Strassenatlas plante, statt sich von einem Navigationssystem leiten zu lassen? Dann wissen Sie auch, dass die jüngere Generation diese Probleme nicht mehr kennt – und Sie können mitreden, bei dem neuen Hashtag auf Twitter #HowToConfuseAMillennial.

Wie man einen Millennial verwirrt? Ganz einfach: Man konfrontiert ihn mit Gegenständen aus dem analogen Zeitalter.

Oder auch beliebt: ihnen das Internet wegnehmen.

Die Witze zielen alle in dieselbe Richtung: Viele machen sich über die Technikabhängigkeit und Smartphonesucht der Millennials lustig. Andere Sprüche thematisieren deren Faulheit, Narzissmus oder Anspruchsdenken.

Warum ist's interessant?

Die Debatte kippte schnell. Die Millennials schossen zurück, am Anfang noch harmlos.

Doch die Repliken wurden schnell schärfer – und ernsthafter. Der Hashtag entwickelte sich zu einer Abrechnung mit der älteren Generation.

Die Millennials begannen aufzuzählen, was gerade alles schief läuft in der Gesellschaft. Probleme, für die die ältere Generation verantwortlich ist, deren Konsequenzen aber die junge Generation tragen muss.

Die Millennials kritisieren das Versagen der Poltik bei der Wirtschafts- und Finanzkrise und das fehlerhafte Bildungsystem. Ebenso werden die vielen Kriege und militärischen Auslandseinsätze, aber auch Klimakrise und die Zerstörung der Umwelt angeprangert.

Kann sich die Empörung der Jungen auf eine konstruktive Weise auf die Gesellschaft jenseits von Twitter übertragen? Es wäre wünschenswert, dass Medien und Politik die Probleme der Millennials aufgreifen und ernst nehmen.

Realistischer hat dieser User die Debatte zusammengefasst: