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Legende: Video Ohne Mikroplastik: Duschgel – selbst gemacht abspielen. Laufzeit 00:51 Minuten.
Aus Kultur vom 29.06.2018.
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Unsichtbare Gefahr Mikroplastik ist in aller Munde – im wahrsten Sinne des Wortes

Man sieht ihn nicht, aber er ist fast überall: Was man über Mikroplastik wissen muss – und wie man ihn vermeiden kann.

Was ist Mikroplastik genau?

Mikroplastik sieht man mit blossem Auge kaum. Und doch ist es unterdessen in unglaublichen Mengen vorhanden. Von den geschätzten 140 Millionen Tonnen Plastik in den Weltmeeren sind 99 Prozent Mikroplastik.

Für Mikroplastik gibt es keine allgemeingültige Definition. Gemeinhin werden Kunststoffteile als Mikroplastik bezeichnet, die kleiner als 5 Millimeter sind. Messen sie weniger als 0,1 Mikrometer (0,0001 Millimeter), laufen sie unter Nanoplastik.

Wie entsteht Mikroplastik?

Er wird entweder in Kunststofffabriken hergestellt und Produkten zugegeben oder es entsteht durch den Zerfall grösserer Plastikteile. Industriell hergestellte, sogenannte primäres Mikroplastik findet sich zum Beispiel in Kosmetika oder Farben. In Zahnpasten und Peelings soll es Zähne und Haut sauber schleifen.

Sekundäres Mikroplastik entsteht durch Reibung in den Gewässern und durch die Einwirkung der UV-Strahlen. Oder durch Pneuabrieb beim Autofahren. Und nicht zu vergessen: die Milliarden von Plastikfasern, die beim Waschen von synthetischer Kleidung ins Abwasser gelangen.

Wo kann man Mikroplastik überall finden?

Er verwandelt die Ozeane zu Plastiksuppen. Mikroplastik findet sich unterdessen auch in den Böden, im Wasser und gar in der Luft. Forscher haben berechnet, dass sich in der Stadt Paris jährlich bis 10 Tonnen Mikroplastik aus der Luft absetzen.

In der Schweiz waren Wissenschaftler von der hohen Mikroplastik-Konzentration im Tomasee überrascht, der Quelle des Rheins. Und selbst im unserem Trinkwasser findet sich unterdessen Mikroplastik.

Wie gefährlich ist Mikroplastik?

Die Wissenschaft kommt den Auswirkungen von Mikroplastik auf unsere Umwelt erst langsam auf die Spur. Doch erste Studien geben alles andere als Entwarnung.

So sterben Salatsetzlinge ab, denen grosse Mengen an Plastik zugeführt werden. In Indonesien sind Muscheln von den hohen Mikroplastik-Konzentrationen im Meer derart gestresst, dass ihr Wachstum gestört ist. Und Regenwürmer ändern in stark belasteten Böden ihr Verhalten.

Wissenschaftler warnen: Mikroplastik sei in gewissen Weltregionen bereits eine grössere Gefahr als der Klimawandel.

Wie kann man Mikroplastik vermeiden?

Mit Apps wie CodeCheck kann man Produkte auf Mikroplastik-Zusatz hin überprüfen. Oder man stellt zum Beispiel Duschgel gleich selber her. Beim Kleiderwaschen kann man spezielle Säcke verwenden, in die man die Synthetik-Kleider steckt. Diese halten die Plastikfasern zurück.

Da der Hauptanteil des Mikroplastiks allerdings Zerfallsprodukte aus grösseren Plastikabfällen sind, hilft man der Umwelt am meisten, wenn man keinen Plastikabfall liegen lässt. Dazu gehören auch Zigaretten, deren Filter aus Kunststoff bestehen.

10 Kommentare

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  • Kommentar von A. Keller  (eyko)
    Im Meer, im Duschgel, in der Luft und nun auch noch im Kot: Kleinste Plastikpartikel sind überall. Jetzt ist Plastik schon im Körper. Winzige Kunststoffteilchen in Meeren, in Flüssen und Seen, in Fischen, in Cremes und Duschgels, in unserer Kleidung und im Kinderspielzeug ist bdenklich. Selbst in der Luft finden sich die Reste von Plastik, die wir täglich wegwerfen oder benutzen. Mikroplastik ist ein ökologisches Problem, weil es Schadstoffe an sich bindet und in die Nahrungskette gelangt.
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  • Kommentar von A. Keller  (eyko)
    Das Ausmass der weltweiten Plastikflut ist nicht mehr zu übersehen. Oder doch? Kleines, oft unsichtbares, Mikroplastik entsteht aus deutlich mehr Quellen als bislang gedacht. Umso dringender ist rasches Handeln. Ob Plastikabfall im Meer schwimmt oder auf einer Mülldeponie an Land liegt: Früher oder später zersetzen sich all die Tüten, Flaschen oder Kisten durch UV-Strahlung. Doch was daraus frei wird, verändert gerade die gesamte Biosphäre unseres Planeten. Wir müssen die Plastikflut stoppen.
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  • Kommentar von A. Keller  (eyko)
    Warum handelt der BE oder das Gesundheitsamt nicht gegen die Verseuchung von Mikroplastik. Es ist sehr bedenklich, dass man mit diesem Wissen überall wo nur möglich das zu verhindert versucht. Wir zerstören und vergiften die Natur, Tierwelt, Meere, Böden, Ökosystem, alles was wir zum Leben brauchen. So dumm können nur wir Menschen sein. Verbote müssen her um diesen Unsinn zu beenden. Alle haben Eigenverantwortung Produkte mit Mikroplastik nicht mehr zu kaufen. Fangen wir an!
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