147 Kilometer pro Stunde auf dem La Dôle

Sturm ist momentan das Dauerthema in West- und Mitteleuropa. Heute Montagmorgen gab es in der Bretagne Böen bis 193 Kilometer pro Stunde, und jetzt gibt es auch in der Romandie wieder Orkanböen. Auf dem La Dôle wurden 147 Kilometer pro Stunde gemessen, und bis in die Nacht bleibt es stürmisch.

Umgefallener Baum in Brest.

Bildlegende: Schwere Schäden In der Bretagne richtete der Sturm schwere Schäden an Twitter/Denis Chauvois

Über den Britischen Inseln liegt immer noch ein umfangreiches Tiefdrucksystem. Es steuerte heute Montagmorgen Teiltief „Yannik“ über den Ärmelkanal nach Frankreich. Auf der Bretagne gab es Windspitzen bis 193 Kilometer pro Stunde gemessen in Camaret-sur-Mer. Auch in Ouessant und auf der Station Ile de Groix wurden Geschwindigkeiten von 180 Kilometern oder mehr pro Stunde gemessen. Im Laufe des Tages verlagerte sich der Sturm Richtung Südfrankreich und Mittelmeer.

Steifschuss in der Westschweiz

Ausläufer von „Yannik“ streiften am Nachmittag auch die Romandie. Auf dem La Dôle ob Genf wurde eine Spitzenböe von 147 Kilometern pro Stunde gemessen. Orkanböen gab es mit 133 Kilometer pro Stunde auch auf dem Les Diablerets und mit 122 Kilometer pro Stunde auch auf dem Moléson und dem Grossen St. Bernhard in den Freiburger Alpen.

Gewitter bringen Böen bis ins Flachland

Am Montagnachmittag gab es in der Genferseeregion und über Savoyen auch diverse Gewitterzellen. In diesen Zellen wurde Kaltluft in die tieferen Luftschichten gemischt, was dann auch Böen im Flachland nach sich zog. In Genf und Nyon wurden am Nachmittag Maximalböen im Bereich um 80 Kilometer pro Stunde gemessen. In Freiburg gab es sogar 91 und in Plaffeien (FR) 87 Kilometer pro Stunde.

Tief zieht ins Mittelmeer

„Yannik“ verlagert sich bis morgen Richtung Korsika. Am Abend und in der Nacht muss man vor allem in Südfrankreich, in Korsika und in Sardinien mit extremen Böen rechnen. In der Romandie wird der Sturm im Laufe der Nacht nachlassen, dafür stellt sich über den Alpen Nordföhn ein. Damit dürfte es in der Nacht vor allem im Simplongebiet und auf den Südlichen Walliser Bergen zu Sturm- oder sogar Orkanböen kommen. Morgen werden im Tessin und in den Bündner Südtälern zum Teil Böen bis 80 Kilometer pro Stunde erwartet. Nach einer Wetterberuhigung in der zweiten Wochenhälfte dürfte es bereits am kommenden Wochenende wieder stürmisch werden.