24,9 Grad: Staubiger Föhnsturm ritzt den Sommer!

Eine kräftige Südströmung brachte uns am Wochenende Föhn und Saharastaub. Mit 24,9 Grad in Buchs (SG) wurde die Sommermarke nur um Haaresbreite verpasst.

Naturblumen am Sonntagvormittag in Bretzwil (BL).

Bildlegende: Der Frühling ist da! Naturblumen am Sonntagvormittag in Bretzwil (BL). Franz Schweizer

Saharastaub war das Wetterthema Nummer 1 am ersten Aprilwochenende. Vor allem am Samstag war der Himmel in der ganzen Schweiz meist trüb, und die Sonne zeigte sich bestenfalls milchig. Weil die Höhenströmung in der Atmosphäre am Samstag von der libyschen Wüste genau zu den Alpen gerichtet war, und zudem in der vergangenen Woche ein Wüstensturm über der Sahara tobte und viel Staub in die Atmosphäre wirbelte, trübte der Saharasand auch das Sonnenlicht bei uns. Kam dazu, dass durch den Staub viel mehr Kondensationskerne in der Atmosphäre waren als gewöhnlich, so dass sich in grosser Höhe auch die Wolken besser bilden konnten.

Im Werdenberg gab es knapp 25 Grad.

Bildlegende: 24,9 Grad im Rheintal Im Werdenberg gab es knapp 25 Grad. Archivbild: Esther Pucher

Fast schon Sommer

Die Südströmung brachte aber nicht nur Saharastaub, sondern den Alpen auch Föhn und damit fast schon sommerliche Temperaturen. In Buchs (SG) wurden am frühen Sonntagnachmittag 24,9 Grad gemessen. Damit wurde der Sommerwert von 25 Grad nur um Haaresbreite verpasst. Auf der Alpennordseite sind solche Temperaturen so früh im Jahr äusserst selten. 2011 wurden bereits am 2. April mehr als 25 Grad in Sitten und Chur gemessen und in Basel gab es 1989 sogar schon am 30. März mehr als 25 Grad. Sonst findet man aber nur auf der Alpensüdseite zu diesem Zeitpunkt Sommertemperaturen. Davon war man an diesem Wochenende aber weit entfernt. Im Tessin war es meist trüb, nur am Samstagnachmittag gab es noch längere sonnige Phasen. Mehr als 20 Grad lagen aber südlich der Alpen nicht drin.

Am Samstag hatte es noch letzte Schneeflecken oberhalb von Moutier im Jura.

Bildlegende: Letzter Schnee Am Samstag hatte es noch letzte Schneeflecken oberhalb von Moutier im Jura. Luciano Moraschinelli

Föhn bleibt ein Thema!

Der Föhn brachte am Wochenende auf dem Titlis einen Spitzenwert von 121 Kilometern pro Stunde. In Altdorf erreichte der Föhn am Samstagabend einen Spitzenwert von 103 Kilometern pro Stunde. Der Föhn wird uns noch bis am Dienstagabend begleiten. So lange bleibt es auf der Alpennordseite auch noch mild. Dann ist fertig lustig. Eine Kaltfront sorgt für einen Wetterumschwung, und Ende der Woche muss im Osten mit Schnee auch unterhalb von 1000 Metern über Meer gerechnet werden. Auf jeden Fall muss der Frühling auch im April 2016 noch manchen Rückschlag wegstecken.