Am Wochenende: Im Norden dank Föhn bis 23 Grad, im Süden trist!

Im Norden sorgte der Föhn mit mildem Wetter für Frühlingsgefühle. Da störten auch die vielen Wolken nicht allzu stark. Im Osten gab es am Sonntag bis 23 Grad. Ganz anders im Süden: Dort war es nass, trüb und kühl!

An diesem Wochenende war es zwar in der ganzen Schweiz meist bewölkt bis stark bewölkt unterschiedlicher hätte der Wettercharakter zwischen der Alpennordseite und der Südschweiz aber kaum sein können.

Nach einer langen Schönwetterphase zogen schon am frühen Samstagmorgen dichte Wolken über die Rigi.

Bildlegende: Wolkenaufzug Nach einer langen Schönwetterphase zogen schon am frühen Samstagmorgen dichte Wolken über die Rigi. Georgette Baumgartner-Krieg

Föhn bringt den Frühling

Auf der Ostseite eines Tiefdrucksystems über dem nahen Atlantik lag die Schweiz am Wochenende in einer Südströmung. Diese sorgte im Norden für Föhn, und so war es meist angenehm warm. Schon am Samstag wurden verbreitet 18 Grad gemessen, in Genf und Chur lagen die Höchsttemperaturen sogar bei gut 19 Grad. Während es tagsüber höchstens vereinzelte Regentropfen gab, zog in der Nacht ein kräftiges Regenband über die Schweiz hinweg. Schon am Sonntag kehrte der Föhn aber zurück. In Bad Ragaz wurde der Tageshöchstwert von 23,3 Grad gemessen. In Sitten, Chur und Schiers im Prättgau zeigte das Thermometer rund 22 Grad. Mehr als 20 Grad gab es aber auch im Glarnerland, im St. Galler Rheintal, im Raum Basel und in Meiringen. Gleichzeitig gingen aber dem Jura entlang bereits erste frühsommerliche Gewitter nieder. Am Abend entluden sich Gewitter über dem Greyerzerland, dem Gürbetal und dem Emmental. Teilweise war auch Hagel dabei.

Über dem leicht bewölkten Balterswil war am Sonntagnachmittag dieser Halo zu sehen.

Bildlegende: Halo über dem Mittelland Über dem leicht bewölkten Balterswil war am Sonntagnachmittag dieser Halo zu sehen. Sigmar Friedrich

Tessin mit anhaltendem Regenwetter

Die Sonnenstube der Schweiz, das Tessin, nahm am Wochenende eine kräftige Auszeit. An den meisten Orten war nicht ein Sonnenstrahl zu sehen. Meist hingen die Wolken tief, und es war trüb und trist. Kein Wunder lagen die Temperaturen am Samstagnachmittag bei 12, am Sonntag wenigstens bei 13 Grad. Im Nordtessin und im Misox fielen bis am frühen Sonntagnachmittag teilweise bis 30 Millimeter Regen.

Am Samstag war der Boden in Lutzenberg im Appenzeller Vorderland noch völlig ausgetrocknet.

Bildlegende: Ende der Trockenheit Am Samstag war der Boden in Lutzenberg im Appenzeller Vorderland noch völlig ausgetrocknet. Hanspeter Frei

April endet kühl und oft nass

Auch am Montag fällt im Süden wieder kräftiger Regen. Lokal gehen bis zu 80 Millimeter nieder. Im Norden hält sich der Föhn auch am Montag noch lange. Im Sarganserland wird es möglicherweise sogar erst in der Nacht zum Dienstag nass. Sonst setzt von Westen allmählich ebenfalls Regen ein. In der Nacht zum Dienstag erreicht uns aus Norden massiv kältere Luft. Damit sinkt die Schneefallgrenze von rund 2200 Metern bis am Dienstagmorgen in einen Bereich zwischen 1000 und 1300 Meter, am Alpstein könnte es etwas Schnee sogar bis unter 1000 Meter geben. Es bleibt am Dienstag vor allem den Alpen entlang grau. Erst in der Nacht zum Mittwoch lockern sich die Wolken auf. Dies könnte aber am Mittwochmorgen im Mittelland teilweise zu Bodenfrost führen. Nach einem kleinen Zwischenhoch am Mittwoch, erreicht uns am Donnerstag aus Norden bereits die nächste Kaltfront. Die bringt Schnee bis 1300 Meter. Frühling sieht auf alle Fälle anders aus.