Unbeständiges Sommerwetter Aprilwetter oder Schafskälte?

Wochenlang gab es Hitze in der Schweiz, jetzt zieht der Sommer aber eine Pause ein. Am Dienstag gab es wechselhaftes Schauerwetter. In Chur wurden am Nachmittag nur noch 15,5 Grad als Höchstwert gemessen. Letztmals war es am 20. Mai am Nachmittag noch kühler!

Die Saxer Lücke war am Nachmittag in Nebelschwaden eingetaucht. Die Schneefallgrenze lag aber am Alpstein noch höher.

Bildlegende: Wolkenverhangen Die Saxer Lücke war am Nachmittag in Nebelschwaden eingetaucht. Die Schneefallgrenze lag aber am Alpstein noch höher. Sylvia Michel

Vorbei ist es mit der Sommerhitze. Am Dienstagnachmittag wurde in Chur ein Höchstwert von nur noch 15,5 Grad gemessen. Seit dem 20. Mai war nie mehr ein Nachmittag in Chur so kühl! Etwas milder war es in Zürich und in Bern mit je 17 Grad. Auch dort muss man weit zurückgehen bis man einen ähnlich kühlen Nachmittag findet. Dies war in beiden Städten letztmals am 2. Juli der Fall. Bei so tiefen Temperaturen wurde auch die Schneefallgrenze zum Thema. Sie lag in der Regel zwischen 2100 und 2500 Metern. Am Abend war das Dach der Chässerugg-Bergstation im Toggenburg auf gut 2200 Meter weiss.

Wasser steht auf den Strassen im Sulgenauquartier in Bern.

Bildlegende: Schauer in Bern Am Abend brachte ein kräftiger Schauer knapp 10 Millimeter Regen in einer einzigen Stunde in Bern. Nicole Silvestri

Endlich Regen

Abgesehen von einigen Monstergewittern war es lange Zeit zu trocken in der Schweiz. Nun gab es endlich Regen, dies vor allem den Voralpen entlang. Seit dem frühen Montagmorgen fielen auf dem Säntis 85 Millimeter Regen, in Les Avants in den Waadtländer Alpen 81 Millimeter. Sehr nass war es auch im Glarnerland mit stellenweise 70 Millimetern Regen oder auf der Stöckalp im Melchtal mit knapp 65 Millimetern. Wenig Regen gab es dagegen einmal mehr im Kanton Basel-Landschaft mit nur 5 mit 10 Millimetern.

Blick von Frauenkappelen Richtung Bern. Dort ist es schwarz durch eine mächtige Gewitterwolke.

Bildlegende: Schauerzelle Die Kaltluft in der Höhe führte zu riesigen Gewitterwolken, so am Abend auch über Bern. Werner Zwahlen

Im Süden geht der Sommer weiter

Ganz anders sieht es im Tessin aus. Dort sorgte Nordföhn am Dienstag für Temperaturen bis 28 Grad und viel Sonnenschein. In den kommenden Tagen ändert sich nur wenig am Wettergeschehen. Im Süden bleibt es vorerst sommerlich, und im Norden gibt es bis Freitag Regen, auch wenn es langsam wieder etwas wärmer wird. Erst am Wochenende kehrt der Sommer zurück.