Aprilwetter: von Winter bis Sommer

Der April macht bekanntlich was er will. Und die Bandbreite beim Wetter ist tatsächlich riesig: Von tiefstem Winter mit viel Neuschnee bis zu Sommerhitze gab es in den vergangenen Jahren alles.

Der April ist bekannt für extreme Schwankungen beim Wetter. Sonnige und frühsommerlich warme Tage können von Rückfällen in den Winter unterbrochen werden. Ein Blick in die Klimastatistik vom Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie liefert viele interessante Wetterwerte.

Hitzetage im April 2011 und 2012

Die höchste je im April gemessene Temperatur beträgt 31,8 Grad. So heiss wurde es in Locarno/TI am 9. April 2011. Im darauffolgenden April reichte es auch auf der Alpennordseite lokal für einen Hitzetag: In Delsberg/JU schwitzte man am 28. April 2012 bei 30,2 Grad.

Sommerlicher April 2007

Der wärmste April seit Messbeginn war der April 2007. Im Vergleich zum Mittel der Jahre 1981 bis 2010 war es 4 bis 5 Grad wärmer und somit gleich warm wie in einem durchschnittlichen Mai. In Basel und Sitten gab es 11 Sommertage, also Tage mit einer Höchsttemperatur von mindestens 25 Grad. Dazu schien die Sonne mehr als doppelt so lange wie üblich.

Eistage im April 1986

Ganz anders sah es am 12. April 1986 aus. Die Temperatur verharrte vielerorts ganztags im frostigen Bereich: In St. Gallen lag die Höchsttemperatur bei -4,3 Grad, in Luzern bei -1,0 Grad.

50 Zentimeter Neuschnee in Meiringen

Auch grosse Neuschneemassen sind im April möglich. Am Morgen des 24. Aprils 1976 wurde in Meiringen/BE ein halber Meter Neuschnee gemessen. In Glarus lag am 5. April 1970 32 Zentimeter und in St. Gallen am 9. April 1977 29 Zentimeter Neuschnee. Noch grössere Neuschneemengen gab es natürlich in den Bergen: Auf dem Berninapass wurden am 16. April 1999 130 Zentimeter Neuschnee gemessen.