Bauchgefühl und Wissenschaft

Die Meteorologen von SRF Meteo machen keine Langzeitprognosen. Anders die Wetterpropheten, sie beobachten die Natur und machen Saisonprognosen.

Seit eh und je beschäftigen sich die Menschen mit dem Wetter und den Wetterverläufen. Das Wetter richtig zu deuten, hiess früher und heisst auch jetzt noch, sich zu wappnen und zu überleben.

Bis heute ist der Blick in die Zukunft nicht 100 Prozent voraussehbar. Wetterpropheten möchte man darum nur all zu gerne glauben.

Muotathaler Wetterschmöcker

Sechs Muotathaler Wetterschmöcker

Bildlegende: Muotathaler Wetterschmöcker Holdener Alois, Holdener Martin, Hediger Karl, Horat Martin, Reichmuth Karl, Suter Peter Muotathaler Wetterschmöcker

Wenn in der Schweiz von Wetterpropheten gesprochen wird, denken die meisten an die Muotathaler Wetterschmöcker. Die Muotathaler Wetterschmöcker machen seit 1947 Saisonprognosen. Wie die sechs Wetterschmöcker ihre Prognosen machen, bleibt ein Geheimnis. Sie beobachten die Natur und lassen sich von ihren Erfahrungen leiten.

Die Saisonprognosen werden zwei Mal pro Jahr einem grossen Publikum vorgestellt. Der Wetterprophet mit der höchsten Trefferquote, gewinnt den begehrten Wetterschmöcker-Wanderpokal.

Der Erfolg ist riesig, die Muotathaler Wetterschmöcker sind über die Landesgrenze hinaus bekannt, der Verein zählt über 4100 Mitglieder.

Hubel-Meteorologen

fünf Wetterschmöcker aus der Region Solothurn

Bildlegende: Hubel-Meteorolgen Manfred Burki, Erhard Luterbacher, Ernst Schaller, Ruedi Luterbacher, Regent-Wetterforscher; Paul Halter Hubel-Meteorologen

Weniger bekannt sind die Hubel-Meteorologen. Seit 15 Jahren machen die fünf Männer aus Lohn-Ammannsegg Jahresprognosen.

Mit Stolz sprechen sie von einer Trefferquote von über 70%. Ihre Prognosetechniken basieren auch auf Beobachtungen. So haben Ende August der Landwirt, der Holzbauer, der Imker, der Regent-Wetterforscher und der Wald- und Wiesenläufer folgende Herbst Prognose abgegeben.

"...Viele sonnige Tage anfangs und Mitte September, der September verabschiedet sich mit Regenschirmwetter. Doch der Oktober soll wieder eine Wetterwende bringen. Gemäss den Voraussagen der meisten der Hubel-Meteorologen wird die Region Solothurn (und auch weitere Regionen) zu Beginn des Monats Oktober mit einem Altweibersommer mit viel Sonne und klarer Fernsicht verwöhnt. Doch dann spätestens ab Mitte Oktober heisst es sich warm anziehen: Eine Kaltfront macht dem Herbst den Garaus..."