Bei uns schon knapp 35 Grad

Am Mittwochnachmittag wurden in Genf 34,8 Grad gemessen. Weiter westlich ist es aber viel heisser. In Paris wurden gleichzeitig knapp 39 Grad verzeichnet. In der Schweiz wird der Höhepunkt der Hitzewelle zwischen Freitag und Sonntag erwartet. Dann gibt es 35 Grad, 37 oder 38 Grad sind möglich.

Am Mittwochnachmittag schwappte die Hitzewelle von Frankreich definitiv in die Schweiz über. Am frühen Abend zeigte das Thermometer in Genf 34,8 Grad. Generell waren die Genferseeregion und der Jurasüdfuss der Glutofen der Schweiz. In Nyon gab es 34,1 Grad, in Grenchen 34,2 Grad. Noch heisser war es in Sitten mit 34,6 Grad.

In der Sommerhitze gedeihen die Kirschen sensationell.

Bildlegende: Super Kirschen In der Sommerhitze gedeihen die Kirschen sensationell. Franz Schweizer

Im Osten immer noch etwas kühler

Weiterhin besteht ein West-Ost-Gradient. In Zürich lagen die Höchstwerte „nur“ bei 32,6 Grad, am Bodensee gab es rund 31 Grad und aus St. Gallen wurden etwas kühlere 27,7 Grad gemeldet. Generell gilt: Wer es nicht allzu heiss mag, sollte höher gelegene Orte aufsuchen. Allerdings empfiehlt sich auch da ein genauer Blick in den Klimaatlas. In Scuol auf 1300 Metern über Meer wurden 30,5 Grad gemessen. Es gab also ebenfalls einen Hitzetag. Kühler war es dagegen in Valbella mit 23 Grad. Warme Luft erreichte uns aber auch in Hochlagen. Auf dem Moléson auf 2000 Metern über Meer zeigte das Thermometer am Nachmittag mehr als 21 Grad, und selbst auf dem Jungfraujoch auf mehr als 3500 Metern Meereshöhe wurden 10,8 Grad verzeichnet. Am frühen Mittwochabend gab es allerdings über den Südbündner Bergen erste Schauer.

In Zürich war es am Mittwoch von früh bis spät mehr oder weniger wolkenlos.

Bildlegende: Sonne satt In Zürich war es am Mittwoch von früh bis spät mehr oder weniger wolkenlos. FB

Gletscher sind „not amused“

Unter der Sommerhitze leiden auch die Gletscher und schmelzen still vor sich hin. Bis am Wochenende steigt die Nullgradgrenze auf rund 4800 Meter an. Dies führt auf den schon weitgehend ausgeaperten Gletschern zu einem starken Abschmelzen. Mit den hohen Temperaturen steigt auch die Gefahr für Bergsteiger. Permafrost taut auf, und das Gelände wird instabil. Es muss vermehrt mit Steinschlag und teilweise auch mit Felsabbrüchen gerechnet werden.

Nicht nur bei uns

Weite Teile von West- und Mitteleuropa wurden in der Zwischenzeit von der Hitzewelle erfasst. Bereits am Dienstagnachmittag stiegen die Temperaturen in Spanien bis auf 40,9 Grad, gemessen in Arroyo del Ojanco, immerhin 580 Meter über Meer gelegen, in Madrid gab es 39 Grad, und in Brive im Südwesten Frankreichs wurden 38,7 Grad gemessen. Am frühen Mittwochabend erreichten die Temperaturen in der französischen Hauptstadt Paris einen Wert von 39 Grad. In Spanien, das weiter westlich liegt, waren die Höchsttemperaturen noch nicht erreicht.

Was kommt auf uns zu?

Es wird auch in der Schweiz Tag für Tag noch heisser. Von Freitag bis Sonntag liegen die Höchsttemperaturen im Bereich zwischen 34 und 37 Grad, lokal dürfte es noch heisser werden. In der kommenden Woche gehen die Temperaturen nur langsam zurück. Allerdings steigt das Gewitterrisiko ab Sonntag allmählich an. Eine vollständige Wetterumstellung ist aber weiterhin nicht in Sicht.