Bodenfrost

In den vergangenen Nächten sank die Temperatur auf fünf Zentimeter über Boden verbreitet unter den Gefrierpunkt

Sonnenaufgang. Ausserhalb des Nebels hat sich Bodenfrost gebildet.

Bildlegende: Bodenfrost Ausserhalb des Nebels hat sich Bodenfrost gebildet. Image

Die Wetterstationen Nyon und Aigle registrierten am frühen Donnerstagmorgen in fünf Zentimeter Höhe eine Temperatur unter dem Gefrierpunkt. In der Nacht auf Freitag sanken die bodennahen Temperaturen zwischen Genfersee und Bodensee verbreitet unter 0 Grad. In Mühleberg/BE wurden fünf Zentimeter über dem Boden -4.0 Grad gemessen.

Ursache

Verantwortlich für den Bodenfrost waren unter anderem ein sogenannter "Kaltluftsee" im Mittelland und die Abwesenheit von Nebel oder Wolken während der Nacht.

Der Kaltluftsee bildete sich nach dem markanten Kälteeinbruch von Dienstag auf Mittwoch. Das Schweizer Mittelland, flankiert von Jura und Alpen, wirkte dabei wie eine Badewanne. In dieser Wanne blieb ein See aus kalter, schwerer Luft liegen. Der See aus kalter Luft kann im Winterhalbjahr gut und gerne mehrere 100 Meter tief sein und weite Teile des Mittellandes bedecken.

Wird die kalte Luft in der Nähe von Gewässern oder Mulden angefeuchtet, neigt sie dazu zu kondensieren, Nebel oder Hochnebel bildet sich. Die Wolken sperren tagsüber zwar die Sonne aus, schützen aber in der Nacht den Erdboden vor Frost. Ohne Wolken verliert die bodennahe Luftschicht viel Wärme, sodass Bodenfrost droht.

Nebel über dem Zürichsee. Durch den Nebel hindurch lässt sich die Sonnenscheibe ausmachen.

Bildlegende: Im Nebel Gefahr vor Sonnenbrand und Bodenfrost gebannt. Junior Cruz

Aussichten

Nächste Woche kann sich unter Hochdruckeinfluss im Mittelland ein neuer Kaltluftsee bilden. In den Nebelgebieten entsteht am frühen Morgen teils zäher Nebel oder Hochnebel. Bei nächtlichem Aufklaren ist demnach weiterhin Bodenfrost möglich.