Der „Samichlaus“ war 2014 eine graue Maus!

Am „Samichlaus“-Wochenende war es meist grau. Lag die Nebeldecke schon am Samstag meist oberhalb von 2000 Metern, war es am Sonntag auch auf den Bergen meist trüb. Nur die Walliser Berge lagen noch häufig im Sonnenlicht. Eine Spur freundlicher war es im Süden, wo es am Samstag fast 13 Grad gab.

Beatenberg steckte am Sonntag in der Nebelschicht.

Bildlegende: Wieder grau Beatenberg steckte am Sonntag in der Nebelschicht. Luciano Moraschinelli

Am Wochenende ging es nördlich der Alpen mit grauem Wetter weiter. Die Hochnebeldecke war meist dicht, und wenn sie sich kurz auflockerte, dauerte dies meist keine fünf Minuten. Lokal wartet man nun seit mehr als 10 Tagen auf den ersten Sonnenstrahl. An vielen Orten, so in Aarau, in Zürich, in Luzern oder in der Region Bern wurde am 24. November der letzte Sonnenstrahl verzeichnet. Die Temperaturen lagen am Wochenende in der Nebelschicht meist bei 4 bis 5 Grad. Etwas wärmer war es am Genfersee mit 6 Grad und in den Alpentälern. So wurden in Le Bouveret am Samstagnachmittag 7,6 Grad gemessen. Am Samstag zeigte sich in den Bergen oberhalb von 2000 bis 2500 Metern noch an vielen Orten die Sonne. Am Sonntag stieg die Nebelschicht weiter an, und dazu gab es im Osten auch Wolken in höheren Schichten.

Am Samstag kam nach Regen doch noch die Sonne in Ascona zum Vorschein.

Bildlegende: Sonne am Lago Maggiore Am Samstag kam nach Regen doch noch die Sonne in Ascona zum Vorschein. Corinne Wagner

Auch Sonnenstube im Sparmodus

Südlich der Alpen gab es zwar Sonnenschein, allerdings war es weitweg von strahlendem Winterwetter. Am Samstagmorgen fiel im Tessin noch Regen. Erst am Nachmittag setzte sich die Sonne besser in Szene. Immerhin gab es noch drei bis vier Stunden Sonnenschein, und in Chiasso stieg das Thermometer bis auf 12,8 Grad. Am sonnigsten war es am Samstag aber auf den Höhenzügen des Unterengadins mit 4,5 Stunden Sonnenschein. Am Sonntag gab es nur noch auf den Bergspitzen oberhalb von rund 2800 Metern Sonnenschein, so auf dem Titlis, dem Jungfraujoch und dem Gornergrat sowie auf den Bergen des Engadins. Sonnenschein gab es auch im Nord- und Mitteltessin, wo das Thermometer bis auf 10 Grad stieg. Im Südtessin hatte es dagegen von der Poebene her dichte Wolken. Eher überraschend zeigte sich die Sonne im Übrigen auch im Kanton Schaffhausen noch für ein paar Minuten.

Das Nebelmeer lag bei rund 2800 Metern, darüber war es im Wallis aber mehr oder weniger wolkenlos.

Bildlegende: Sonne im Wallis Das Nebelmeer lag bei rund 2800 Metern, darüber war es im Wallis aber mehr oder weniger wolkenlos. Nathan Burgener

Kommt er oder kommt er nicht?

Zwischen Montagmorgen und Dienstagmittag streifen schwache Störungen die Alpennordseite. Sie könnten sogar etwas Schnee bis in tiefe Lagen bringen. Allerdings zeigen die aktuellen Berechnungen, dass beide Störungen wahrscheinlich nur schwach ausfallen dürften. Sollte es am Dienstagmorgen tatsächlich Schnee bis nach Basel geben, wäre das dort der erste messbare Schnee seit mehr als einem Jahr! Am 22. November 2013 wurde in Basel zum letzten Mal offiziell Schnee gemessen. Damals zeigte die Messung 4 Zentimeter Neuschnee. Hinter den Störungen könnte es in der Nacht auf Mittwoch klar werden, und damit zu einer markanten Abkühlung kommen. Im Mittelland werden Tiefsttemperaturen zwischen -2 und -4 Grad erwartet. Auch dies wurde in letzter Zeit zu einem raren Ereignis. Auf der Messstation Zürichberg wurde zum letzten Mal am 27. März eine Minustemperatur verzeichnet. Nach dem grossen Wintereinbruch, zumindest im Flachland, sieht es also auch in der kommenden Woche nicht aus. Ab Mittwoch erreichen uns mit einer Westströmung voraussichtlich wieder deutlich mildere Luftmassen.