Der Winter ist in der Schweiz angekommen!

Am Mittwochmorgen gab es zum Teil Schnee bis ins Flachland. In den Bergen ging der Schneefall weiter, stellenweise gab es bis 40 Zentimeter Neuschnee. Die Kombination von stürmischem Westwind, viel Neuschnee und einer schlechten Altschneedecke führte zu grosser Lawinengefahr am nördlichen Alpenkamm.

Ein Tief ist in der Nacht zum Mittwoch von der Nordsee in den Osten Deutschlands gezogen. Auf seiner Südflanke brachte das Tief immer kältere Luft zu den Alpen, und so fiel am Mittwoch in der Früh Schnee teilweise bis ins Mittelland. Vor allem am Jurasüdfuss wurde es zum Teil weiss. An den meisten Orten blieb der Schnee nicht liegen, so auch in Zürich, wo es am frühen Morgen zwischenzeitlich kräftig schneite.

Gefahrenkarte des Schnee- und Lawinenforschungsinstitutes (SLF) vom 13. Januar.

Bildlegende: Lawinengefahr Gefahrenkarte des Schnee- und Lawinenforschungsinstitutes (SLF) vom 13. Januar. Schnee- und Lawinenforschungsinstitut (SLF)

Viel Schnee in den Bergen und grosse Lawinengefahr

Am Grossen Sankt Bernard gab es in den letzten 24 Stunde nochmals 38 Zentimeter Neuschnee. Viel Neuschnee gab es aber auch im Goms. In Ulrichen fielen nochmals 20 Zentimeter Neuschnee. Dort liegen nun bereits 80 Zentimeter Schnee: Da es in den Alpen nun seit Tagen schneit, ist an vielen Orten die Lawinengefahr auf die Stufe gross, also Stufe 4 auf der fünfteiligen Gefahrenskala angestiegen. Dies betrifft weite Teile des Wallis, exklusive Chablais, sowie praktisch den ganzen Alpennordhang von den Waadtländer Alpen bis nach Nordbünden und weiter ins Samnaun. Dafür verantwortlich sind nicht nur die grossen Schneemengen, sondern auch die starken Windverfrachtungen durch den stürmischen Wind sowie der schlechte bis inexistente Aufbau der Altschneedecke. Im übrigen Alpenraum ist die Lawinengefahr gemäss Schnee- und Lawinenforschungsinstitut erheblich, also auf Stufe 3.

Der Sturm flaut ab

Im Laufe des Tages lassen im Norden die Schneeschauer nach, und auch der Wind flaut langsam ab. Dies nachdem es am frühen Morgen auf den Bergen immer noch Orkanböen gab. Auf Crap Masegn im Kanton Graubünden lag der Spitzenwert nochmals bei 126 Kilometern pro Stunde und auf dem Säntis wurden 123 Kilometer pro Stunde registriert. Im Berner Mittelland lagen die Spitzenwerte bei knapp 90 Kilometern pro Stunde.

Sieht es bald wieder so aus? Winterthur im Dezember 2014.

Bildlegende: Der Winter kommt! Sieht es bald wieder so aus? Winterthur im Dezember 2014. Archiv, FB

Schon morgen geht der Winter weiter

In der Nacht erreicht uns ein Zwischenhoch. Damit kühlt es stark ab. Am Donnerstagmorgen liegen die Temperaturen im Mittelland verbreitet bei -4 Grad, und es muss mit gefrierender Nässe auf Strassen und Gehwegen gerechnet werden. Im Laufe des Tages setzt von Westen neuer Schneefall ein. Nur in tiefsten Lagen könnte es vorübergehend auch nochmals Schneeregen, allenfalls Regen sein. Von Freitag bis Sonntag geht es immer wieder mit Schneeschauern weiter. Im östlichen Mittelland sind lokal bis am Sonntagabend durchaus 5 bis 15 Zentimeter Neuschnee möglich. In den Bergen fällt zum Teil noch mehr Schnee, vor allem in den nördlichen Staugebieten. Dazu ist es winterlich kalt. Auf 2000 Metern liegen die Höchsttemperaturen bei -11 Grad, im Mittelland verharren am Wochenende die Temperaturen auch am Nachmittag unter dem Gefrierpunkt.