Die Erde ist heute am sonnennächsten Punkt

Heute hat die Erde den sonnennächsten Punkt ihrer jährlichen Umlaufbahn erreicht, das sogenannte Perihel. Der Abstand beträgt noch rund 147 Millionen Kilometer. Von jetzt an entfernt sich die Erde wieder von der Sonne, bis sie am 4. Juli eine Entfernung von 152 Millionen Kilometern erreicht hat.

Die Erde umrundet in 365 ¼ Tagen die Sonne. Ihre Bahn entspricht aber nicht einem Kreis sondern einer Ellipse. Heute (Sonntag) hat die Erde auf ihrer jährlichen Umlaufbahn den sonnennächsten Punkt, das sogenannte Perihel, erreicht. Der Abstand zu unserem Muttergestirn beträgt jetzt nur noch 147,1 Millionen Kilometer. Am 4. Juli, wenn die Erde am sonnenfernsten Punkt der jährlichen Umlaufbahn angelangt ist, beträgt der Abstand 152,1 Millionen Kilometer.

Heute sind wir nur noch 147 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt.

Bildlegende: Die Sonne ist jetzt ganz nah Heute sind wir nur noch 147 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt. Archiv, Franziska Imhof

Sonne ganz gross

Heute sehen wir die Sonne mit einem Durchmesser von 32’32’’ (0 Grad, 32 Minuten und 32 Sekunden). Damit kommt uns die Sonne rund 7 Prozent grösser vor als im Sommer zum Zeitpunkt der maximalen Entfernung, wo der scheinbare Durchmesser noch 31’28’’ beträgt. Auf Grund der geringeren Distanz ist das Sonnenlicht zurzeit auch deutlich kürzer unterwegs. Von der Sonne zur Erde braucht es momentan gut 8 Minuten, satte 17 Sekunden weniger im Vergleich zur Situation anfangs Juli.

Die Erde hat heute den sonnennächsten Punkt erreicht.

Bildlegende: Perihel Die Erde hat heute den sonnennächsten Punkt erreicht. Archiv, Josef Lussmann

Das Perihel geht kalt an uns vorbei

Auf die Temperatur hat die Distanz zwischen Erde und Sonne allerdings nur einen marginalen Einfluss und so erklärt sich auch, dass wir mitten im Winter am sonnennächsten Punkt sind. Die Sonne sendet von ihrer Oberfläche Strahlung bzw. Photonen aus, die aber auf ihrem Weg zur Erde nichts an Energie verlieren. Mit zunehmender Distanz zur Sonne wird einzig die Dichte der Photonen geringer. Entsprechend haben wir bei uns eine Energieschwankung in der Grössenordnung von 3 bis 4 Prozent. Dieser Unterschied ist aber klein im Vergleich zum flacheren Sonnenstand in unseren Breiten während der Wintermonate und zu den täglichen Temperaturschwankungen welche das aktuelle Wettergeschehen verursacht.