Die Luft fühlt sich heisser an als im Juli

Die Temperatur allein sagt noch nicht viel darüber aus, wie die Hitze empfunden wird.

Eine Tabelle zeigt die Abhängigkeit des Heatindex.

Bildlegende: Heatindex Gefahrenstufe in Abhängigkeit von Temperatur und Luftfeuchtigkeit. SRF

Obwohl die Temperaturen in diesen Tagen nicht an die Rekorde dieses Sommers heran kommen, fühlt es sich mindestens so heiss an. Die Temperatur alleine sagt nämlich noch nicht viel über das Hitzeempfinden aus. Mindestens so wichtig ist die Luftfeuchtigkeit.

Hoher Heatindex

Zur Zeit ist die Luftfeuchtigkeit besonders hoch. Als Resultat ist auch der Heatindex hoch. Anfangs Juli betrug bei einer Temperatur von 35 Grad und einer relativen Luftfeuchtigkeit von gut 25 % der Heatindex im Mittelland verbreitet rund 35. Heute Mittwoch und am Donnerstag liegen die Höchstwerte bei 30 bis 33 Grad. Die relative Luftfeuchtigkeit beträgt dabei 50 bis 60 %. Der Heatindex steigt auf 35 bis 37. Die Luft fühlt sich also heisser und «tüpig» an.

Vorsicht ab Heatindex 33

Der Heatindex beschreibt wie sich die Luft anfühlt und ab welcher Kombination aus Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit Gefahr droht. Bereits ab Werten von 27 ist Bewegung ermüdender als üblich. Ab einem Wert von 33 ist grosse Vorsicht geboten.

Auch die Strahlung entscheidend

Um die Gefahr eines Hitzeschlags zu reduzieren, lohnt es sich, die direkte Sonnenstrahlung und vor allem auch die Wärmestrahlung zu reduzieren. Die Wärmestrahlung ist beispielsweise unter einem mächtigen Baum tiefer als unter einem Sonnenschirm.