Ein Hoch auf «Gerd»

Der meteorologische Sommer geht bald zu Ende. Und nun kommt es endlich: Das stärkste Hochdruckgebiet des Sommers.

Das stärkste Hoch

Ein Blick auf das Barometer zeigte heute Mittag ein fast schon ungewohntes Bild: In Luzern stand die Nadel beispielsweise bei 1030,1 Hekotopascal. Einen so hohen Luftdruck gab es in diesem Sommer bisher noch nie.

Europa-Wetterkarte mit Tiefs, Hochs und Fronten. Hoch Gerd hat sein Zentrum über Tschechien.

Bildlegende: Hochdruckgebiet Gerd zieht am Dienstag etwas nach Osten weiter. Deutscher Wetterdienst DWD, www.wetterpate.de

...und auch das stabilste

«Gerd» ist nicht nur das stärkste, sondern auch das stabilste Hochdruckgebiet des meteorologischen Sommers. In den letzten Wochen war mehrheitlich von Zwischenhochs die Rede, die ein oder zwei Tage für sonniges und trockenes Wetter sorgten. Hoch «Gerd» gefällt es aber bei uns: Es bestimmt bis zum Wochenende mit trockener und immer wärmerer Luft unser Wetter.

Das beste aus zwei Jahreszeiten

Spätsommerhochs bringen oft die perfekte Mischung aus Sommer und Herbst: Dem Sommer verdanken wir Sonnenschein und Sommerwärme. Der nahende Herbst mit dem tieferen Sonnenstand und den bereits wieder um über zwei Stunden längeren Nächten bringt aber auch Vorteile: Die Luft ist nicht mehr so labil geschichtet wie im Hochsommer. Es entstehen weniger schnell Quell- oder gar Gewitterwolken über den Bergen. Somit herrscht ideales Wanderwetter mit guter Fernsicht. Zudem kühlt es in den längeren Nächten mehr ab: Drückend schwüle Nächte oder gar Tropennächte werden Ende August wieder seltener.