Einen Tropfen auf den heissen Stein

Trotz der teils kräftigen Platzregen und Gewitter hat sich die Waldbrandgefahr nicht wesentlich entschärft.

Die Karte der Schweiz ist weiterhin rot. Der Effekt des Starkregens zeigt eine vorübergehende Entspannung der Waldbrandgefahr in der Surselva.

Bildlegende: Schweizer Waldbrand Index In der Surselva ist die Waldbrandgefahr nach dem Starkregen vorübergehend etwas entschärft. SRF Meteo

Mit den teils kräftigen Platzregen und Gewitter, inklusive Hagelschlag, entspannt sich die Waldbrandgefahr nur punktuell und auch dort nur vorübergehend.

37 Millimeter Regen in 30 Minuten

So viel Niederschlag fiel am Freitagnachmittag zwischen 13:40 und 14:10 Uhr in Disentis in der Bündner Surselva. Zum Vergleich: die Dachrinne eines dortigen Hausdachs mit einer Fläche von 10 auf 10 Metern, musste in diesen 30 Minuten 3700 Liter Wasser schlucken.

Trotz dem punktuellen Starkregen bleibt selbst dort die Trockenheitslage angespannt. Für eine nachhaltige Befeuchtung der tieferen Bodenschichten hätte der Regen weniger intensiv, dafür über eine längere Zeit fallen müssen. Somit bleibt die Waldbrandgefahr in der Schweiz vielerorts auf Stufe gross bis sehr gross oder wird nur vorübergehend zurückgestuft. Es gilt also weiterhin, das absolute Feuerverbot der Kantone im Wald einzuhalten.

Kein Landregen in Sicht

Für eine nachhaltige Tränkung der Böden wäre zurzeit ein Landregen mit 40 bis 60 Millimeter Niederschlag über einige Stunden, wenn nicht Tage nötig. Die weiteren bevorstehenden Regengüsse und Gewitter am Wochenende sind da leider auch nur einen Tropfen auf den trockenen Boden.