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Ende der Sommerzeit Macht die Zeitumstellung Sinn?

Am Sonntagmorgen um drei Uhr werden die Uhren wieder auf Standardzeit zurückgestellt. Ob die Zeitumstellung eine Energieeinsparung bringt ist weiterhin umstritten. Für Arbeitnehmer bedeutet Sommerzeit aber eine bessere Ausnützung des Tageslichtes, vor allem im Herbst.

Seit Einführung der Sommerzeit, in der Schweiz 1981 und in der EU schon 1980, wird über ihren Nutzen heftig gestritten, zumal sich die moderne Freizeit- und Vergnügungsindustrie nicht nach dem Tageslicht richtet. Geht man aber davon aus, dass das Gros der Bevölkerung seiner täglichen Arbeit im Zeitraum zwischen morgens 6 Uhr und abends 8 Uhr nachgeht, dann ist die Sommerzeit durchaus sinnvoll.

Vor allem im Herbst wird das Licht viel besser genutzt

In diesem Jahr dauerte die Sommerzeit vom 26. März bis zum 29. Oktober. Zu Beginn der Sommerzeit also Ende März muss so oder so eine Stunde im Dunkeln, bzw. ohne Sonnenlicht gearbeitet werden. Mit Sommerzeit fällt diese dunkle Zeit am Morgen an, ohne Sommerzeit am Abend. Zu diesem Zeitpunkt kommt die Zeitumstellung also primär unserem Freizeitverhalten am Abend entgegen. Anders sieht die Situation im Herbst aus. Am Ende der Sommerzeit, also im Oktober geht die Sonne um 8 Uhr auf. Im schlimmsten angenommenen Fall muss also zwei Stunden im Dunkeln gearbeitet werden. Am Abend geht die Sonne am Samstag bereits um 18.15 Uhr unter. Es ist also rund 1 Stunde und 45 Minuten dunkel. Ohne Sommerzeit wäre es am Abend sogar 2 Stunden und 45 Minuten dunkel. Aus diesem Grund dauert die Sommerzeit seit 1996 einen Monat länger. Statt Ende September werden nun die Uhren Ende Oktober umgestellt.

Abendstimmung über dem Genfersee.
Legende: Uhr zurückstellen Ab Sonntag geht die Sonne wieder eine Stunde früher unter. Werner Zwahlen

Im Winter würde eine Zeitumstellung nichts bringen

Ab November würde der Effekt einer noch längeren Zeitumstellung rasch geringer. Zwischen dem Ende der Sommerzeit und dem kürzesten Tag am 21. Dezember nimmt die Tageslänge am Abend nur noch um 40 Minuten ab. Am Morgen sieht die Situation dagegen anders aus. Dort verspätet sich der Sonnenaufgang bis am 21. Dezember nochmals um rund 70 Minuten. Das bedeutet, dass wir am kürzesten Tag am Morgen rund 2 Stunden und 10 Minuten im Dunkeln arbeiten, am Abend 3 Stunden und 20 Minuten. Mit dem Beibehalten der Sommerzeit würden sich die Zeiten auf 3 Stunden und 10 Minuten am Morgen und 2 Stunden und 20 Minuten am Abend verschieben, was eigentlich auch noch Argumente liefern würde, das ganze Jahr bei der Sommerzeit zu bleiben.

Krokusse in Engelberg läuten den Frühling ein und den Start der Sommerzeit.
Legende: Warten auf den Frühling Am 25. März startet die nächste Sommerzeit. Adelheid Blum

Ende März wird wieder umgestellt

Wer nichts mit der frühen Dunkelheit anfangen kann, der muss sich nun knapp fünf Monate gedulden. Schon am 25. März 2018, dem frühest möglichen Umstellungstermin, werden in Europa die Uhren wieder auf Sommerzeit vorgestellt, und dann geht die Sonne bei uns am Abend erst wieder gegen 20 Uhr unter.