Festwetter: Das war zum Teil knapp!

Die Schweiz gleicht momentan einer einzigen Festhütte. Die meisten hatten am Samstag Wetterglück. Das Fest Schaffhausia 15 wurde von den Gewittern am Samstagnachmittag nur gestreift, und auch das Openair in St. Gallen kriegte zwar die obligate Dusche, blieb aber von Unwettern verschont.

Das Wochenende startete spektakulär, wie hier bei Rämis, ob Langnau im Emmental.

Bildlegende: Freitagabend Das Wochenende startete spektakulär, wie hier bei Rämis, ob Langnau im Emmental. Rudolf Klaey

Von Freitag bis Sonntag finden quer durch die Schweiz zahlreiche Stadt- und Strassenfeste statt, und auch sonst gehen zahlreiche Openair-Veranstaltungen über die Bühne. Am Freitagabend starteten die Feste überall ziemlich sonnig, und in der Regel war es auch angenehm mild. Vielerorts konnte der späteste Sonnenuntergang des Jahres bis zum Schluss verfolgt werden. Bedeutend angespannter war die Wettersituation am Samstag. Schon am Samstagvormittag wurden die Wolken auf der ganzen Alpennordseite immer dichter, vorerst blieb es aber noch meist trocken.

Drohende Wolken am Freitagabend über dem Albanifäscht in Winterthur.

Bildlegende: Festhütte Schweiz Drohende Wolken am Freitagabend über dem Albanifäscht in Winterthur. FB

Ab Samstagmittag Schauer und Gewitter

Bereits am Samstagmittag gab es hauptsächlich am Nordrand der Schweiz erste Schauer, so beispielsweise auch am St. Galler Openair. Am Nachmittag sorgte dann eine Störungslinie vielerorts in der Deutschschweiz für Schauer und kurze Gewitter. Betroffen waren vor allem Teile des Kantons Schaffhausen. Die Kantone Nidwalden, Schwyz, Uri und Glarus sowie die Walenseeregion, das Sarganserland und das Prättigau. Weil in der Höhe aber eine starke Höhenströmung herrschte, regnete es zum Teil heftig, aber jeweils an der gleichen Stelle nicht sehr lange. Im Raum Tierfehd/Urnerboden gingen immerhin 10 bis 15 Millimeter Regen nieder, sonst war es meist weniger. Am Abend muss noch mit letzten Schauern gerechnet werden. Bis zu den Feuerwerken um 22.30 Uhr in Zug und Schaffhausen werden sich aber die Regenwolken verzogen haben, und dem Höhepunkt der Feste steht nichts mehr im Wege.

In Klingnau war es am Samstagabend sonnig, während sich über dem Schwarzwald Gewitter entluden.

Bildlegende: Drohende Quellwolken In Klingnau war es am Samstagabend sonnig, während sich über dem Schwarzwald Gewitter entluden. Jeanette Fischer

Trotz Schauern angenehm warm

Obwohl es an vielen Orten in der Deutschschweiz nur 4 bis 7 Stunden Sonnenschein gab, also nicht einmal 50 Prozent der möglichen Sonnenscheindauer, war es angenehm warm. In Zürich und Basel gab es 27 Grad, in Bern waren es 26 Grad. Deutlich höher waren die Temperaturen im Westen. In Genf zeigte das Thermometer 29,2 Grad, und in Sitten reichte es sogar für einen Hitzetag mit 30,2 Grad.

Festausklang im Sonnenschein

Alle Festveranstalter können am Sonntag nochmals mit guten Einnahmen rechnen. Im ganzen Land setzt sich die Sonne durch, und entsprechend lockt es Herrn und Frau Schweizer wieder auf die Strasse und an die Feste. Restwolken am Morgen im Osten stören nicht gross, und so können die Camper am St. Galler Openair ihre Sachen im Trockenen zusammenpacken. Auch Badeanstalten sind keine ultimative Konkurrenz für die Strassenfest, liegen die Höchsttemperaturen doch „nur“ bei 25 Grad, und Bise sorgt zusätzlich dafür, dass es nicht zu heiss wird. Erst am Dienstag zieht dann die grosse Hitze in die Schweiz ein.