Föhnsturm mit Orkanböen

In Chur wurde mit 112 km/h die zweitstärkste Windböe seit Messbeginn vor 30 Jahren registriert.

Föhnfenster über dem Vierwaldstättersee leuchtet in der Morgensonne

Bildlegende: Föhnfenster Über dem Vierwaldstättersee riss der Föhn eine Lücke in die Wolkendecke. Georgette Baumgartner-Krieg

Vom Montagmittag bis am Dienstagabend blies in den Alpentälern und auf den Berggipfeln ein stürmischer Föhn. In Böen erreichte der Wind zeitweise Orkanstärke. In Chur wurde mit 112 km/h die zweitstärkste Windböe seit Messbeginn vor 30 Jahren registriert. In Wädenswil/ZH konnte die stärkste Föhnböe seit 1981 verzeichnet werden, an der Wetterstation wurden 107 km/h gemessen.

Im hintersten Talkessel des Sernftals lässt sich über dem Gebirgskamm eine imposante Föhnmauer bestaunen.

Bildlegende: Föhnmauer Imposante Föhnmauer über dem Sernftal/GL am 8. Oktober. Heidi Elmer

In den östlichen Alpen tobte der Föhnsturm noch bis Mitternacht weiter. In der zweiten Nachthälfte ging der Föhn aber auch dort zu Ende, allmählich setzte Regen ein.

Die höchsten Windspitzen des Sturms sind in unten stehender Tabelle aufgelistet.

Böenspitzen in erhöhten Lagen

MessstationBöenspitze (km/h)
Gütsch ob. Andermatt/UR188
Titlis187
Piz Martegnas/GR180

Böenspitzen in den Alpentälern

MessstationBöenspitze (km/h)
Bad Ragaz/SG131
Altdorf/UR127
Meiringen/BE114