Gewitter in Chur: mehr als 50 Millimeter Regen

In der Nacht zum Montag wurde die Gegend rund um Chur von einem heftigen Gewitter heimgesucht. In Chur fielen in weniger als 2 Stunden rund 50 Millimeter Regen, in Tschiertschen waren es sogar 55 Millimeter in einer einzigen Stunde. Auch in den kommenden Tagen bleibt es tendenziell gewitterhaft.

Nächtliche Blitze über den Bündner Bergen.

Bildlegende: Domleschg Das Churer Gewitter von Tartar aus gesehen. Andreas Thommen

Am Sonntagabend entwickelten sich im Berner Oberland Gewitterzellen. Diese zogen in der ersten Nachthälfte unter Verstärkung dem Alpenkamm entlang nach Osten und trafen kurz vor Mitternacht die Gegend um Chur mit voller Wucht. In weniger als zwei Stunden gab es dort 51 Millimeter Regen. Dies führte zu überschwemmten Unterführungen und die Stadtpolizei Chur erhielt gemäss Agenturangaben mehr als 100 Anrufe. Noch heftiger regnete es in Tschiertschen. Dort fielen in einer einzigen Stunde 55 Millimeter Regen, insgesamt brachte dort das Gewitter eine Regenmenge von gut 58 Millimetern.

Riesige Gewitterwolke über den Alpen.

Bildlegende: Monster-Cb Der gewaltige Cumulonimbus (Cb) auf seinem Weg Richtung Bündnerland. Franz Knuchel

Lokale Sache

Die Gewitterlinie war eng beschränkt. 5 bis 12 Millimeter Regen gab es auch in der Landschaft Davos, in Arosa und auf der Lenzerheide. In Bad Ragaz, in Schiers oder auch in St. Antönien blieb es dagegen völlig trocken. Bereits am Montag in der Früh bildete sich eine neue Gewitterzelle. Diese zog von der Aaremündung dem Hochrhein entlang bis an den Bodensee und weiter ins Allgäu. Diese Zelle brachte aber meist nur wenig Regen. Auch in den kommenden Tagen können da und dort Gewitter auftreten, und vereinzelt können sie auch wieder kräftig sein.

Virgastreifen unter einer Gewitterwolke am Montagmorgen.

Bildlegende: Frühkonvektion Schauerzellen über der Nordostschweiz von Kyburg (ZH) aus gesehen. FB