Hagel oder Graupel?

Im Winter entsteht vor allem Graupel. Allerdings, im Zusammenhang mit Gewittern können auch im Winter kleinere Hagelkörner entstehen.

Mit einer Grösse von ein bis fünf Millimeter sind Graupelteilchen deutlich kleiner als Hagel. Hagelkörner können eine Grösse von mehreren Zentimetern annehmen. Die zwei Niederschlagsarten unterscheiden sich auch in der Farbe: Während Hagelkörner beinahe an Eiswürfel erinnern, nehmen Graupelteilchen eine eher weissliche und undurchsichtige Farbe an. Graupelteilchen sind desweiteren weicher als Hagelkörner.

Entstehung

Graupel entsteht, wenn sich kleine Wolkentröpfchen an Schneekristalle anlagern und verreifen. Da für Graupelbildung die Luftfeuchtigkeit nicht zu hoch sein darf, bildet sich Graupel besonders gerne im Winter und in polarer Kaltluft. Im Zusammenhang mit Gewittern können aber auch im Winter kleine Hagelkörner entstehen.

Hagel wird in der Regel von Blitz und Donner begleitet. Heisse, schwüle Sommertage mit hoher Luftfeuchtigkeit stellen perfekte Bedingungen für Hagelgewitter dar. Durch die Auf- und Abwinde in der Gewitterwolke, wird ein Hagelkorn während der Entstehung mehrmals von unten nach oben und wieder zurück getragen. Die Wanderschaft verhilft dem Hagelkorn zu Wachstum: Im unteren Teil der Wolke lagern sich Wasser- und Wolkentröpfchen an das Hagelkorn, im oberen Teil gefriert das Hagelkorn zu einem Ganzen. Ein Querschnitt durch ein Hagelkorn zeigt die Schichten des Gefrierprozesses, sie sehen Baumringen ähnlich.