Achtung Sonnenbrand Jetzt wird die Sonne besonders gefährlich

Auch wenn das Sommerwetter der Seele gut tut – die Sonne könnte gefährlich für die Haut sein.

Ein Velofahrer im Gegenlicht.

Bildlegende: Wenn Die Sonne praktisch senkrecht auf die Erde scheint, ist die Sonnenbrand-Gefahr am grössten. Keystone / Archiv

  • In weiten Teilen der Schweiz ist der Himmel stahlblau, und die Sonne sticht gnadenlos vom Himmel.
  • Schattenseite des Sonnenscheins: Es droht ein Sonnenbrand!
  • In der ganzen Schweiz ist die Strahlungsstärke sehr hoch, im Hochgebirge sogar extrem.
Schiff auf dem Thunersee

Bildlegende: Besonders Aktivitäten auf den Seen (hier bei Unterseen auf dem Thunersee) können für die Haut gefährlich werden. SRF Augenzeuge / Claudine Kappeler

In der ganzen Schweiz werden wir heute mit viel Sonnenschein verwöhnt. Dies ist aber nicht ungefährlich. Ohne Sonnenschutz droht ein Sonnenbrand.

Der UV-Index liegt aktuell im ganzen Land zwischen 8 und 10, also bei einer sehr hohen Strahlungsstärke. Gemäss den Angaben des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) liegt der UV-Index heute im Mittelland bei 8, in den Alpentälern und im Süden bei 9 und in Höhenlagen von rund 2000 Metern wird heute der UV-Index 10 erreicht. Noch extremer ist die UV-Strahlung im Hochgebirge, dort wird heute der maximale UV-Wert 11 erreicht. Ein hoher Sonnenschutz ist also heute unerlässlich.

Massgebende Faktoren

5 Faktoren haben auf die Stärke der UV-Strahlung einen Einfluss. Der Sonnenstand, der Breitengrad, die Bewölkung, die Meereshöhe und reflektierende Oberflächen.

Grundsätzlich gilt: Je höher die Sonne am Himmel steht, desto mehr UV-Strahlung erreicht den Erdboden. Zurzeit haben wir fast maximale Einstrahlungsverhältnisse. Am 21. Juni erreicht die Sonne ihren jährlichen Höchststand auf der Nordhalbkugel.

Bei uns steht sie dann am Mittag rund 66 Grad über dem Horizont. Bereits heute erreicht sie am Mittag eine Höhe von 64,3 Grad. Vor allem zwischen 11 und 15 Uhr, wenn die Sonne steil steht, ist die UV-Strahlung sehr hoch.

Weitere massgebende Faktoren für die UV-Strahlung sind die geographische Breite. Je näher man sich beim Äquator befindet, desto stärker wird die UV-Strahlung. Bewölkung reduziert dagegen die UV-Strahlung. Vorsicht ist aber auch hier geboten. Nur dicke Wolken reduzieren die UV-Strahlung wesentlich, Schleierwolken lassen immer noch einen hohen Anteil an UV-Strahlung durch.

Effekt wie bei einer Schifffahrt oder Skitour

Massgebend für die Stärke der UV-Strahlung ist auch die Meereshöhe. 1000 Höhenmeter führen zu einer Erhöhung der UV-Strahlung um rund 15 Prozent. Last but not least hat auch die Umgebung einen Einfluss. Wasseroberflächen, Schnee oder Sand reflektieren Strahlung und können zu einer Erhöhung des UV-Anteils um 20 bis 80 Prozent führen.

Das Phänomen ist bekannt. Auf einer Schifffahrt oder während einer Skitour ist das Sonnenbrandrisiko besonders hoch.

Karte mit UV-Indices

Bildlegende: Die UV-Prognose des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) für morgen Samstag, 27. Mai. BAG

Der UV-Index

Verantwortlich für den Sonnenbrand ist die energiereiche
Ultraviolett-Strahlung. Die Gefahr für einen Sonnenbrand wird mit dem
elfteiligen UV-Index bewertet. UV-Index 1 und 2 bedeutet schwache
Strahlungsstärke. UV-Index 3 bis 5 entspricht einer mittleren
Strahlungsstärke. Bei einem UV-Index 6 oder 7 spricht man von einer
hohen Strahlungsstärke, und ein UV-Index zwischen 8 und 10 ergibt eine
sehr hohe Strahlungsstärke.