Kurzwinter schmilzt davon und macht dem Herbst Platz

Der Winter hat uns einen Werbegruss geschickt, doch nachhaltig ist der gefallene Schnee nicht. Er schmilzt auch in höheren Lagen rasch wieder weg.

Panoramabild mit einer Bank und Fichten unter dem Neuschnee. Dazu Nebelschwaden.

Bildlegende: Ibergeregg SZ Tiefer Winter, für den Moment. Lukas Marty

Der Winter ist nicht mehr all zu weit. Schneekanonen laufen in den Alpen auf Hochtouren, Schneeflocken fallen auf rund 1000 Meter, ab 1500 Meter ist es gebietsweise schön weiss. Da schnellt der Winter-Vorfreude-Puls aller «Winterfreaks» in die Höhe. Der kommende Winter ist offensichtlich ein Marketing Experte.

Budget zu knapp

Doch das Marketing-Budget des Winters ist wie jedes Jahr etwas knapp. Der Winter hat die Rechnung nicht mit der Atmosphäre gemacht. Diese ist nämlich um diese Jahreszeit eigentlich noch sehr warm.

Schnee fällt im Oktober dank Kaltluftausbrüchen. Das kommt immer mal wieder vor. Doch genau so normal ist das Gegenteil. Warme und trockene Subtropen Luft gelangt zum Alpenraum und lässt die Nullgradgrenze wieder steigen, der Wintergruss schmilzt davon.

Leider auch dieses Jahr

Eine Langlaufloipe durch die fast grüne Wiese.

Bildlegende: Davos, 26.12.2015 Solche Bilder wollen wir dieses Jahr an Weihnachten bitte nicht mehr sehen. SRF

«Winterfreaks» müssen jetzt ganz stark sein. Die Nullgradgrenze steigt in den kommenden Tagen an, die Schneekanonen stehen wieder still. Der bereits produzierte Schnee dürfte die Wärme gut überleben. Der frisch gefallene Schnee schmilzt uns aber wieder davon. Bleibt zu hoffen, dass der richtige Winter nicht wieder so lange auf sich warten lässt wie letztes Jahr - wobei, so ein goldener Herbst ist doch auch schön, oder?