Märzwinter

Die Statistik über 119 Winter zeigt: In der ersten Märzhälfte treten Tage mit Schneefall nochmals gehäuft auf.

Eine Graphik mit dem Verlauf der Tage an denen Neuschnee gemessen wurde. Zwischen Januar und März

Bildlegende: Arosa: zwischen 1. und 7. März häufen sich Tage mit Neuschnee (Neuschneestatistik 1890-2009) Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie

Der klimatologische Frühling startet in der Schweiz offiziell am 1. März. Doch prompt in der ersten Märzhälfte stattet der Winter, mehr oder weniger regelmässig, der Alpennordseite nochmals einen Besuch ab. Man spricht vom «Märzwinter».

Das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie hat analysiert wie oft an einem Wintertag zwischen 1890 und 2009 mindestens 1 cm Neuschnee fiel. Beispielsweise in Arosa GR weisen die letzte Februar- und Märzhälfte deutlich weniger Tage mit Schneefall auf (im Schnitt rund 45 Winter) als die erste Märzwoche. Zum Beispiel am 1. März fiel in 59 von 119 Wintern Neuschnee. Auch die Standorte Luzern, St. Gallen oder Zürich zeigen für die erste Märzhälfte eine ähnliche Häufung.

Kaltluftausbrüche und Rekordschnee

Grund für diese Häufung sind Ausbrüche von polar-maritimer Luft, die bis zur Schweiz vorstossen und teils kräftigen Schneefall bringen. Vor zehn Jahren, in der Nacht auf den 5. März 2006, fielen in St. Gallen 60 Zentimeter Neuschnee in 24 Stunden.

Krokusse im Schnee.

Bildlegende: Neuschnee in der ersten Märzhälfte tritt gehäuft auf. Franz Schweizer

Aussichten

In den nächsten Tagen ist die Schneefallgrenze sehr variabel. Mal gibt es Schneeschauer bis ins Flachland, mal regnet es gebietsweise bis auf 1200 m. Ziemlich sicher steht aber St. Gallen kein neuer Neuschneerekord bevor.