Neue Wolke entdeckt

Sie kennen das: Quellwolken nennen wir «Cumulus», Schleierwolken «Cirrus», Hochnebel «Stratus». Und wenn eine Wolke wellenförmig ist, dann bekommt sie den Zusatz «undulatus», z.B. «Altostratus undulatus». Nun müssen wir einen neuen Namen lernen: «asperatus».

Graue Wolken, die eine chaotische Wellestruktur zeigen

Bildlegende: Altostratus Asperatus Asperatus-Wolken im Mai 2014 über St. Gallen. Sie zeigen eine chaotische Wellenstruktur und sehen meist dramatisch aus. SRF Meteo

Anno 1802 veröffentlichte der englische Chemiker und Hobbymeteorologe Luke Howard einen Aufsatz und er gab darin den Wolken Namen wie «Cirrus», «Stratus» oder «Nimbus». Später veröffentlichte die Welt-Meteorologie-Organisation (WMO) den «Internationalen Wolkenatlas», in dem alle Wolken definiert sind.

Fast alle, eine fehlt: «asperatus», vom lateinischen Wort «rauh». Und sie ist eine richtige Schönheit: dramatisch, chaotisch, wellenförmig, gerade so, als würde man von unten her auf die aufgewühlte See schauen. Seit 2008 finden Wolkenfreunde, dass diese schöne Wolkenform einen Eintrag im Internationalen Wolkenatlas verdient hätte. Und nun plant die WMO tatsächlich, «Asperatus» in der nächsten Auflage aufzunehmen.