Rauchende Gewässer

Die Nacht auf Montag war die kälteste Nacht bisher in diesem Winter. Streng frostige Luft über den Gewässern führte zu einem wunderschönen Naturschauspiel - dem Seerauch.

Die Nacht auf Montag war die bisher kälteste Nacht von diesem Winter.

Seerauch

Tiefsttemperatur in der Nacht auf Montag
Buffalora GR
-29.5 °C
La Brévine NE
-29.3 °C
Samedan GR
-27.6 °C
Kriessern SG
-18.7 °C
Einsiedeln SZ
-16.1 °C
Thun BE
-15.8 °C
Bern-14.2 °C
Buchs AG
-13.1 °C
Zürich-10.5 °C
Basel-7.1 °C

Die sehr kalte Luft führte über den Gewässern zum Teil zu Seerauch. Die Gewässer sind im Vergleich zur Luft relativ warm. Infolge des starken Taupunktgefälles (Feuchtigkeitsgefälles) zwischen der Wasseroberfläche und der kalten Luft setzt Verdunstung ein. In der Folge ist die Luft direkt über der Wasseroberfläche schnell mit Feuchtigkeit gesättigt und es bilden sich feine Nebeltröpfchen. Die Nebeltröpfchen, welche sich zu Nebelschwaden formieren, verdunsten in der sehr trockenen Kaltluft relativ rasch. Es erweckt den Anschein von rauchenden Gewässern. Beim gleichen Phänomen über dem Meer wird von Meerrauch gesprochen. Auch in den kommenden Tagen ist Seerauch möglich.

Lake Effect

Ein ähnliches Phänomen, nur viel grosskaliger, ist der Lake Effect. Dabei ströhmt eiskalte Festland Luft über den noch relativ wärmeren See oder übers Meer und induziert Quellwolken, welche sich wie bei einer Perlenkette hintereinander anreihen. Treffen die Quellwolken am gegenüberligenden Ufer auf, regnen oder schneien sie sich intensiv aus.

Perlschnurartige Quellwolken über der Adria durch den Lake Effect

Bildlegende: Lake Effect auf Satellitenbild Kalte Luft strömt vom kroatischen Festland auf die relativ wärmere Adria. Perlschnurartige Quellwolken. Eumetsat/SRF Meteo