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Sahara-Staub Grüsse aus der Wüste

Bis zu 40 mal pro Jahr wird Sahara-Staub an der Messstation Jungfraujoch gemessen. Am Samstagmorgen war es wieder soweit. Der Himmel verfärbte sich gelblich und die Fernsicht wurde getrübt.

Eine Tiefdruckzone über Nordafrika hat in den letzten Tagen für stürmische Verhältnisse in den Ländern Algerien, Tunesien und Libyen gesorgt. Windspitzen von 50 bis 100 km/h wirbelten in der Wüstenlandschaft viel Sahara-Staub in die Luft, welche in Höhen von zwei bis sechs Kilometern verfrachtet wurden.

Südliche Höhenwinde transportieren dann den Staub über die Balearen in Richtung Europa. Der mineralische Staub braucht in der Regel zwei bis vier Tage bis zu uns und wird dann an der Messstation von Meteo Schweiz auf dem Jungfraujoch oder in Payerne gemessen. In der Schweiz werden 10 bis 40 solcher Ereignisse jährlich registriert.

Sahara-Staub und Wetterprognosen

Da der mineralische Staub als Kondensationskerne die Wolkenbildung fördern, werden sonnige Wetterprognosen mit nur dünnen Eiskristallwolken schnell mal zu dichteren Schleierwolken, welche die Sonne auch eintrüben können. Zudem verschlechtert sich die Fernsicht und es wird aufgrund des Staubgehaltes in der Luft diesig beziehungsweise gelblich-grau. Sonnenaufgang und -Untergang sind nicht mehr rötlich, sondern bekommen oft einen gelblich-orangen Ton. Der Höhepunkt der Staubladung erwarten die Ausbreitungsmodelle der Universität Athen am Sonntagabend.