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Meteo-News Sechseläuten 2014: Frühling sieht anders aus!

Ohne Regenschirm kommt man am Sechseläuten 2014 wohl kaum über die Runden. Von Freitag bis Montag kann es immer wieder einen Regenguss geben. Dazu ist es auch ziemlich frisch. Am Sonntag und am Montag liegen die Nachmittagstemperaturen nur noch bei 12 Grad.

Am Dienstag wurde bei sonnigem Wetter in Zürich der neugestaltete Sechseläutenplatz eingeweiht, und auch am Donnerstag war es in der Limmatstadt noch strahlend schön. Aber genau zu Beginn des Sechseläutens schlägt das Wetter um, und auch für den weiteren Festverlauf versprechen die Wetterprognosen nicht viel Positives.

Regenschauer an der Älplerchilbi

Am Freitagabend startet das eigentliche Sechseläuten auf dem Lindenhof mit einer Älplerchilbi. Die Älplerchilbi ist das Sujet des Kantons Obwalden, der dieses Jahr als Gastkanton ans Sechseläuten eingeladen ist. Petrus hat mit einer Älplerchilbi aber gar nichts am Hut. Nach freundlichem Start muss am Freitagabend mit einigen Regengüssen gerechnet werden, vielleicht sind sogar kurz Blitz und Donner mit dabei. Die Temperaturen gehen am Abend auch allmählich zurück. Um 21 Uhr gibt es noch 14 Grad. Ein Trost für die Obwaldner Ehrengäste: Im Gegensatz zur Alp ist Schnee in Zürich am Wochenende kein Thema!

Apéro auf der Terrasse?

Am Samstag geht es mit den Zunftbällen weiter. Wahrscheinlich müssen die diversen Apéros in den Hotelhallen stattfinden, da im Freien der eine oder andere Regenguss niedergeht. Für alle Ballbesucher gilt so oder so zwingend: Unbedingt den Schirm mitnehmen, auf dem Heimweg zur frühen Morgenstunde regnet es voraussichtlich kräftig!

Geht dem Regen die Puste aus?

Der Sonntag fällt in und um Zürich regnerisch aus. Am Morgen schüttet es zum Teil kräftig, am Nachmittag lässt der Regen nach. Es bleibt aber feucht, grau und kühl. Für den Kinderumzug am Nachmittag gilt: Regenschutz und warme Sachen mitnehmen. Mehr als 10 bis 12 Grad darf man weder an der Bahnhofstrasse noch am Limmatquai erwarten.

Zahlreiche Reiter umrunden dem Böögg mit der Standarte der Zunft Riesbach
Legende: Umritt um den Böögg Riesbächler Zünfter auf dem Umritt um den Böögg Andreas Weidmann

Montag: auf des Messers Schneide

Am Montag treibt immer noch ein sogenannter Kaltlufttropfen (Höhenkaltluft) sein Unwesen. Da solche Kaltlufttropfen sehr unberechenbare Zugbahnen haben, ist die Prognose für Montag weiterhin unsicher. Wahrscheinlich zieht der Kaltlufttropfen in die Poebene. Das würde für Zürich bedeuten, dass es am Morgen noch teilweise nass wäre. Am Nachmittag gäbe es längere trockene Phasen, und es wäre meist trocken. Ein einzelner Schauer kann aber immer noch niedergehen. Die Sonne macht sich auch am Montag rar, und die zahlreichen Ehrengäste sind so oder so gut beraten, auf wärmere Kleidung zu setzen. Mit maximal 13 Grad kommen höchstens die zöiftigen Sprecher auf den Zunftstuben ins Schwitzen.

2013: Das Jahr als der Böögg seine Unschuld verlor!

Jahrzehntelang galt der Böögg als Wegweiser für das Sommerwetter in der Stadt Zürich. Eine kurze Brenndauer des Bööggs versprach einen sonnigen und warmen Sommer in der Zwinglistadt. Ein langes Stehvermögen des Bööggs deutete auf einen miserablen Sommer hin. Im vergangenen Jahr dauerte es satte 35 Minuten bis der Böögg explodierte. Das zöiftige Zürich sah den Sommer 2013 schon im Eimer. Doch siehe da: Der Sommer 2013 war in der Limmatstadt der zweitsonnigste Sommer seit über 100 Jahren. Nur im Jahrhundertsommer 2003 gab es in Zürich noch mehr Sonnenschein. Damals explodierte der Böögg allerdings schon nach knapp 6 Minuten. Will der Böögg seinen Ruf im zöiftigen Zürich nicht vollends verlieren, wäre jetzt wieder einmal ein meteorologischer Volltreffer fällig.