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Meteo-News Sechseläutenwetter: Kredit aufgebraucht?

Am kommenden Wochenende findet in Zürich das Sechseläuten statt. Von einem kräftigen, stationären Hoch ist momentan weit und breit nichts zu sehen. Es scheint so, als hätte die Zürcher Zünfterschaft den „Schönwetterkredit“ im Vorjahr und im März dieses Jahres schon aufgebraucht.

Der kopflose Böögg und sein Erbauer Heinz Wahrenberger.
Legende: Noch kopflos Am Dienstag wurde der Böögg von Heinz Wahrenberger (rechts) aufgebaut. Liliane Imhof

Am Freitagabend startet das Zürcher Sechseläuten auf dem Lindenhof. Unter dem Motto „Älplerchilbi“ präsentiert sich der Kanton Obwalden, als Gastkanton 2014. Nach den aktuellen Wettermodellen muss am Freitagabend mit einer aktiveren Regenfront gerechnet werden. Die Obwaldner Ehrengäste sind also mit einer Pelerine gut beraten. Immerhin: Im Gegensatz zur Alp ist in Zürich Schnee am kommenden Freitag kein Thema!

Sonne zum Apéro?

Am Samstagabend steigen im zöiftigen Zürich die zahlreichen Sechseläutenbälle. Mit Glück geht der Apéro noch im Trockenen und mit ein paar Sonnenstrahlen über die Bühne. Es lohnt sich aber, einen Schirm mitzunehmen, denn der Heimweg dürfte so oder so kaum trocken sein.

Wahrscheinlich nasser Kinderumzug

Am Sonntag droht bereits die nächste Regenfront. Dies ist nicht nur ärgerlich für die schön herausgeputzten Kinder am Kinderumzug, sondern auch für alle Mamis und Papis sowie Tanten und Onkel am Strassenrand. Mit Temperaturen um 11 Grad ist es eher herbstlich frisch als richtig frühlingshaft warm.

Reiter der Zunft Riesbach umrunden mit der Standarte den Böögg
Legende: Umritt auf dem Sechseläutenplatz Riesbächler auf dem Umritt um den Böögg. Andreas Weidmann

Kriegt der Böögg eine kurze Dusche?

Am Montag geht es in der Limmatstadt grau weiter, es fällt aber nur noch sporadisch etwas Regen. Bei Temperaturen um 13 Grad kommt an der Bahnhofstrasse kaum jemand ins Schwitzen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist der Wetterablauf am Montag aber noch unsicher, da im Alpenraum Höhenkaltluft wieder einmal sein Unwesen treibt.

Der Böögg steht in Vollbrand auf seinem Scheiterhaufen
Legende: Dem Böögg zerplatzt der Kopf Trotz wolkenlosem Himmel dauerte es 2013 35 Minuten bis der Kopf zerplatzte. Andreas Weidmann

2013: Das Jahr als der Böögg seine Unschuld verlor!

Jahrzehntelang galt der Böögg als Prophet für das Sommerwetter in der Stadt Zürich. Eine kurze Brenndauer des Bööggs versprach einen sonnigen und warmen Sommer in der Zwinglistadt, ein langes Stehvermögen des Bööggs deutete auf einen miserablen Sommer hin. Im vergangenen Jahr dauerte es satte 35 Minuten bis der Böögg explodierte. Das zöiftige Zürich sah den Sommer 2013 schon im Eimer. Doch siehe da: Der Sommer 2013 war in der Limmatstadt der zweitsonnigste Sommer seit über 100 Jahren. Nur im Jahrhundertsommer 2003 gab es in Zürich noch mehr Sonnenschein. Damals explodierte der Böögg allerdings schon nach knapp 6 Minuten. Will der Böögg seinen Ruf im zöiftigen Zürich nicht vollends verlieren, wäre jetzt wieder einmal ein meteorologischer Volltreffer fällig!