Sonne tanken mit Mass

Im Frühling ist der Grat zwischen Sonnenbrand und effektiver Bildung von Vitamin-D schmal.

Tiefverschneiter Weg zu einer Alphütte. Der Himmel ist stahlblau und die Sonne steht knapp über den Berggipfeln.

Bildlegende: Traumhafte Frühlingssonne SRF (Zuschauerfoto)

Ob beim Skifahren im Sulzschnee oder einfach im Liegestuhl liegend so manch einer zog sich beim Sonne-Tanken in den vergangenen Tagen einen Sonnenbrand zu.

Dünne Ozonschicht im Frühling

Obwohl die Sonne noch nicht sehr steil am Himmel steht, ist die Frühlingssonne im März jeweils alles andere als harmlos. Mit unter ein wichtiger Grund dafür ist die geringe Mächtigkeit der Ozonschicht zu dieser Jahreszeit. Oberhalb unserer Wetterschicht, in der Stratosphäre, werden aktuell die niedrigsten Temperaturen beobachtet. Werden -80 Grad unterschritten können sich sogenannte polare Stratosphärenwolken bilden. An diesen zersetzt sich das schützende Ozon, sodass die Ozonschicht dünner wird. Damit gelangt mehr harte UV-Strahlung zu uns.

Strandkörbe stehen in Schnee. Im Pullover und mit Sonnenbrille ausgerüstet sitzen Wintersportbegeisterte in der Sonne. Der Himmel darüber ist strahlend blau.

Bildlegende: Ein Sonnenbad wie am Strand. Keystone

Neben den Schattenseiten hat ein ausgiebiges Bad in der Frühlingssonne auch viele positive Aspekte. So kann der Körper in der Haut wieder ausreichend Vitamin-D produzieren.

Vitamin-D gut für die Knochen

Das Vitamin spielt eine bedeutende Rolle bei der Regulierung des Calciumspiegels im Blut und beim Knochenaufbau. Der entscheidende Faktor für die Vitamin-D Bildung in der Haut ist die Lichtintensität. Sie hängt unter anderem ab von der Bewölkung, der Höhe über dem Meeresspiegel, dem Sonnenstand, der Beschaffenheit der Erdoberfläche und der Dicke der Ozonschicht. Gemäss Forschungen ist eine ausreichende Vitamin-D Bildung ganzjährig nur unterhalb vom 37. Breitengrad (Los Angeles, Sizilien) möglich. Nördlich davon kann im Winter nur wenig bis kein Vitamin D in der Haut produziert werden.