Sonnenfinsternis

Am Freitagvormittag erwartet die Schweiz eine partielle Sonnenfinsternis. Vielerorts lässt sich das Spektakel gut mitverfolgen.

Die Sonnenscheibe hat auf der rechten unteren Seite eine merkwürdige Abschattung. Vor der Sonne hat es zum Teil Wolken.

Bildlegende: Sichtbarkeit der Sonnenfinsternis Reuters

Am kommenden Freitag 20. März zwischen 09:26 und 11:46 Uhr verschwindet die Sonne beispielsweise in Zürich während 2 Stunden und 20 Minuten teilweise hinter dem Mond. Zu dieser Tageszeit wird die Sonne im Südosten stehen, wenn plötzlich von rechts (Westen) nach links (Osten) ein schwarzer Punkt vor der Sonnenscheibe durchwandert. Der Mondschatten bewegt sich dabei mit einer Geschwindigkeit von rund 4200 km/h. Die maximale Finsternis wird um 10:34 Uhr mit einer Abdeckung von 75 Prozent erwartet.

Die totale Sonnenfinsternis ist am Freitag in einem 463 Kilometer breiten Streifen über dem Nordpolarmeer zu beobachten. In dieser Zone, in der nur die Inselgruppen Färöer und Spitzbergen liegen, verschwindet die Sonne während nur 2,5 Minuten vollständig.

Letztmals kam die Schweiz am 4. Januar 2011 in den Genuss einer partiellen Finsternis.

Detailliertere Informationen unter folgender Adresse: www.astronomie.info

Vielerorts günstiges Wetter

Wie in der untenstehenden Karte dargestellt, stehen die Chancen für die Sichtbarkeit der partiellen Sonnenfinsternis in den meisten Orten gut bis sehr gut. Höchstens rund um Genf und im Tessin zeigen sich Wolkenfelder.

Eine fast grüne Schweizerkarte, die Chancen stehen gut, an den meisten Orten kann man die Sonnenfinsternis beobachten.

Bildlegende: Sichtbarkeit der Sonnenfinsternis Die Chancen stehen in den grün eingefärbten Regionen gut, in den gelben mässig und in den orangefarbenen eher schlecht. SRF Meteo

Der Globus mit Kartenmittelpunkt über dem Nordpolarmeer. Eingezeichnet die Zugbahn des Mondschattens sowie die Zeiten der jeweilige Beginn der Sonnenfinsternis.

Bildlegende: Die Zugbahn des Mondschatten auf der Erde. Die totale Sonnenfinsternis liegt in einem 460 Kilometer breiten Streifen (blau markiert) zwischen Island und Norwegen. eclipse.gsfc.nasa.gov

Nie ohne Schutz

Die Sonnenfinsternis sollte nur mit einer dafür vorgesehenen Spezialbrille beobachtet werden. Laut Suva soll nicht auf selbstgebastelte Brillen aus beschichteten Kunststofffolien (Rettungsdecken) zurückgegriffen werden. Ebenfalls keinen genügenden Schutz bieten dunkle Sonnenbrillen, CDs, geschwärzte Gläser oder Farb- und Schwarzweissfilme. Schweissbrillen oder Schweissgläser der Dichte 13 oder 14 bieten einen ausreichenden Schutz.

Am sichersten kann das Spektakel aber indirekt beobachtet werden. Dafür wird nur ein dünnes Stück Karton und ein weisses Blatt Papier benötigt. In den Karton macht man mit einer Nadel ein Loch und projiziert die Sonne auf das Blatt Papier.

Drei Frauen beobachten die Sonnenfinsternis mit einer Schutzbrille.

Bildlegende: Schutzbrille Die Sonnenfinsternis nur mit einer Schutzbrille beobachten, sonst drohen Schäden an der Netzhaut. Reuters