Staubige Sache

Brennende, rote Sonnenuntergänge, gelblicher statt weisser Schnee oder eine Ladung Staub auf dem frisch geputzten Gartentisch: Die Sahara grüsst besonders in den Frühlingsmonaten häufig.

Hoch über unseren Köpfen, auf dem Jungfraujoch, werden täglich Daten zum Zustand unserer Atmosphäre erhoben. Unter anderem ob Saharastaub in der Luft liegt. Aus den Messungen geht hervor, die Frühlingsmonate März bis Juni sowie die Herbstmonate Oktober und November sind besonders staubanfällig.

Föhn bringt Staub

Zieht ein Tiefdruckgebiet vom Atlantik nach Mitteleuropa, kommt über den Alpen Föhn auf. Die südliche Strömung kann Staub aus den Ländern Marokko, Algerien, Tunesien und Libyen bis in die Schweiz bringen. Im Durchschnitt reist der Saharasand bereits 4 Tage bevor er auf dem Jungfraujoch registriert wird. Der Saharasand legt sich entweder als trockener Staub oder in Verbindung von Regen und Schnee auf unsere Erdoberfläche.