Stellenweise nassester Juli seit Messbeginn

Immer wieder kräftiger Regen und Gewitter: Der Juli 2014 war stellenweise der nasseste seit Messbeginn!

Die Töss führt Hochwasser und ist stellenweise über die Ufer getreten

Bildlegende: Hochwasser Die Töss bei Rikon im Tösstal SRF Augenzeuge Matthias Gratwohl

In der Westschweiz zwei- bis dreimal soviel Regen wie normal

Der Juli 2014 ist noch nicht einmal zu Ende, die Regenmengen sind aber in einigen Regionen der Schweiz bereits rekordverdächtig. Vor allem in der Westschweiz regnete es bereits zwei- bis dreimal soviel wie im Mittel der Jahre 1981 bis 2010. Besonders in den Kantonen Waadt und Freiburg schüttete es in den vergangenen Wochen immer wieder kräftig. Der höchste Niederschlags-Wert wurde auf dem rund 2000 Meter hohen Moléson in den Freiburger Alpen registriert: Im Juli fielen bis jetzt 346 Millimeter (mm). Im Vergleich zum langjährigen Mittel entspricht dies 308 %.

Stellenweise nassester Juli seit Messbeginn

Vergleicht man die Niederschlagssumme vom Moléson mit Werten aus früheren Jahren, zeigt sich: So nass war der Juli in dieser Gegend seit Messbeginn noch nie, der Wert aus dem ebenfalls extrem nassen Juli 2007 (237 mm) wurde bei weitem übertroffen. Auch in Plaffeien, ebenfalls im Kanton Freiburg, ist der Juli 2014 mit bisher 269 mm der nasseste seit Beginn der Niederschlagsmessungen im Jahre 1972.

In Lausanne im Kanton Waadt summierte sich der Niederschlag im Juli 2014 bis Dienstagnachmittag auf 187 mm (203 % vom Normwert). In der an dieser Station bis ins Jahre 1961 zurückreichenden Messreihe bedeutet dies Platz 2 hinter dem Juli 1965 mit 258 mm Regen.