Störung verirrte sich nach Süden: Schon am Morgen Gewitter!

Endlich: Am Samstagvormittag gab es an vielen Orten auf der Alpennordseite eine Überraschung in Form von Regen. Die Mengen waren aber allgemein zu bescheiden, um der Waldbrandgefahr und der Trockenheit ein Ende zu setzen.

Ziemlich unverhofft kam heute (Samstag-)morgen im Norden der langersehnte Regen. Eine Störungszone nahm eine viel südlichere Bahn, und so gab es nicht nur am Jura lokale Schauer, sondern verbreitet auch im Mittelland Regen, teilweise auch mit Gewittern.

Altocumuls castellanus sind sichere Vorboten von Gewittern, so heute Morgen in Winterthur.

Bildlegende: Altocumulus castellanus Altocumuls castellanus sind sichere Vorboten von Gewittern, so heute Morgen in Winterthur. FB

Bis 40 Millimeter Regen

Am meisten Regen fiel an der Station La Frétaz auf dem Waadtländer Jura. Dort gingen innerhalb von einer Stunde 36 Millimeter Regen nieder, insgesamt gab es sogar 40 Millimeter Regen. Fast 30 Millimeter wurden auf dem Chaumont, ob Neuenburg, gemessen. Allgemein lagen die Niederschlagsmengen auf dem Jura zwischen 5 und 20 Millimetern. Im Mittelland waren es meist zwischen 0 und 5 Millimetern Regen. Diese Mengen sind viel zu gering, um der herrschenden Waldbrandgefahr ein Ende zu setzen. Es reichte gerade um die Bodenoberfläche und die Pflanzen zu benetzen. Bereits am Nachmittag setzte mit Sonnenschein wieder eine kräftige Verdunstung ein.

Erster Juliregen

Der schwache Regen vom Vormittag war an einzelnen Messstationen der erste Regen in diesem Monat. Beispielsweise in Pully bei Lausanne, in Aarau, im solothurnischen Niederamt oder in Delsberg waren es die ersten Tropfen seit Monatsbeginn.

Des einen Freud, des anderen Leid

Während es im Mittelland nass wurde, blieben die Gewitter in den Alpen aus. Die Störungszone hatte den potentiellen Gewittern in den Alpen weitgehend die Energie abgegraben. Erst am (Samstag-)Abend, wenn sich die Atmosphäre wieder aufgeheizt hat, muss in den Bergen wieder mit Gewittern gerechnet werden. Im Flachland dürften in der Nacht zum Sonntag wieder Gewitter einsetzen.

Blick von Luzern Richtung Süden auf eine morgendliche Schauerzelle.

Bildlegende: Regen in der Zentralschweiz Blick von Luzern Richtung Süden auf eine morgendliche Schauerzelle. Georgette Baumgartner-Krieg

Wann kommt der grosse Regen?

Am Sonntag wird es zwar gewitterhaft. Grossflächiger, ergiebiger Regen bleibt aber aus. Danach folgt ein Zwischenhoch. Am Montag und Dienstag ist es wieder oft sonnig und meist über 30 Grad heiss. Ab Mittwoch scheint sich das Wetter umzustellen. Es wird immer gewittriger und gegen das kommende Wochenende hin auch deutlich kühler mit Temperaturen um 25 Grad. Dann könnte die Trockenheit ein Ende nehmen. Danach scheint uns erneut ein kräftiges Sommerhoch zu erreichen, allerdings ist für einen so langen Zeitraum die Prognosezuverlässigkeit noch nicht allzu gross.