Stürmischer Westwind in der Schweiz

Ein ausgeprägtes Druckgefälle zwischen Island und den Azoren führt zu stürmischem Westwind in der Schweiz.

Ein Mann kämpft sich mit Schirm und Hut gegen den starken Gegenwind.

Bildlegende: Stürmisches Wetter auf der Alpennordseite. Keystone

In der Meteorologie versteht man unter dem Begriff Nordatlantische Oszillation (NAO) die natürlichen Schwankungen des Luftdrucks über dem Nordatlantik (Island - Azoren).

Positive und negative Luftdruckdifferenz

Ist der Luftdruck über Island deutlich tiefer als der über den Azoren, spricht man von einem positiven NAO-Index. Für Mitteleuropa bedeutet dies eine ausgeprägte Westwinddrift. Damit gelangen schubweise feuchte und milde Luftmassen zur Schweiz. Das Wetter bei uns ist unbeständig, stürmisch und für den Winter relativ mild. Der Wintersturm Lothar an Weihnachten 1999 beispielsweise war begleitet von einer stark positiven NAO.

Hingegen ist der Index dann negativ, wenn der Druck über Island nur wenig tiefer ist als der über den Azoren oder im Extremfall sogar leicht höher. In diesen Fällen kommt es im Winter in Mitteleuropa zu Kaltlufteinbrüchen von Norden und Nordosten.