Tropennacht wird Alltag

Am Donnerstag stiegen die Temperaturen bis auf 35,8 Grad, und auch in der Nacht auf Freitag blieb es warm. In Rünenberg sank die Temperatur bis um 5 Uhr morgens nicht unter 25 Grad. Heute (Freitag) stagniert die Hitzewelle auf sehr hohem Niveau, bevor es morgen vermutlich nochmals heisser wird!

Alles lechzt nach Wasser, sogar der Schatten im Klettersteig bei Mürren.

Bildlegende: Wasser! Alles lechzt nach Wasser, sogar der Schatten im Klettersteig bei Mürren. Luciano Moraschinelli

Am Donnerstagnachmittag wurde in der Schweiz erstmals in diesem Jahr die 35 Gradmarke durchbrochen. Der Höchstwert wurde in Würenlingen im untersten Aaretal mit 35,8 Grad gemessen. Mehr als 35 Grad gab es auch in Sitten (35,7 Grad), in Basel (35,5 Grad), Genf und Visp (35,3 Grad) sowie in Nyon (35,0 Grad). Sonst lagen im Mittelland die Höchstwerte meist bei 33 bis 34 Grad. Einzig im Tessin war es eine Spur kühler. Dort wurden meist nur 31 bis 32 als Höchstwert registriert.

Nicht wolkenlos, aber sehr warm präsentierte sich der Freitagmorgen in Schönbühl.

Bildlegende: Freitagmorgen Nicht wolkenlos, aber sehr warm präsentierte sich der Freitagmorgen in Schönbühl. Ueli Klossner

Gnadenlose Nacht

In der Nacht auf Freitag gingen die Temperaturen nur langsam zurück. Bis um fünf Uhr in der Früh sank das Thermometer in Rünenberg im Basler Jura nicht unter 25 Grad, und auch sonst gab es verbreitet eine Tropennacht, auch wenn die definitiven Ergebnisse erst um 8 Uhr Sommerzeit feststehen. Selbst in Muldenlagen, wo sich in der Nacht in der Regel die kälteste Luft sammelt, wurde es nicht richtig kühl. Selbst am Flughafen Zürich sank die Temperatur bis am Morgen um halb sechs Uhr nicht unter 20 Grad. An den Feriendestinationen im Tessin sind momentan Tropennächte sowieso die Norm.

Kurze Stagnation

Heute Freitag verharren die Temperaturen wahrscheinlich auf Vortagesniveau, also im Bereich zwischen 33 und 36 Grad, einzig im Wallis dürfte es noch etwas heisser werden. Am Wochenende kommt aber nochmals etwas heissere Luft zu uns, und dann sind lokal 37 oder sogar 38 möglich, dies primär im Rhonetal und in der Nordwestschweiz.