Trockenheit Was bedeutet der ausbleibende Regen für die Natur?

Die Förster wünschen sich ergiebigen Niederschlag, denn Trockenheit begünstigt den Schädlingsbefall. Im Gegensatz dazu produzieren die Bauern dank der aktuellen Witterung beispielsweise sehr grosse Mengen an Salat. Kommt nun der grosse Regen?

«  Lieber zu trocken als zu nass. »

Christoph Wyssa
Gemüsebauer

Den Gemüsebauern bereitet der ausbleibende Niederschlag wenig Probleme. «Die Bodenbearbeitung und die Bepflanzung können gut durchgeführt werden», so Christoph Wyssa aus dem Kanton Freiburg. Es ist allerdings selten, dass man die Felder bereits jetzt bewässern muss.

«  Einen Tag Landregen wäre wünschenswert. »

Ernst Steiner
Förster

Unter Trockenstress leidende Bäume sind anfälliger auf Schädlinge. Da die Pflanzen im Wald seit kurzer Zeit wieder austreiben, wäre ergiebiger Regen bei den Förstern sehr willkommen. «Bleibt es so trocken, spielt dies beispielsweise dem Buchdrucker, einem Borkenkäfer, in die Hände», meint der Aargauer Förster Ernst Steiner. Der trockene Winter begünstigte dagegen die Holzernte, mit den Maschinen konnte man fast immer in den Wald fahren.

Dauerregen nicht in Sicht

Niederschlagssummen für verschiedene Stationen.

Bildlegende: Gesamtniederschlag Für die Osterwoche gehen die berechneten Prognosen auseinander. Sowohl wenig, als auch viel Regen sind möglich. SRF Meteo

Bis zum Sonntag fallen keine verbreiteten Niederschläge, dagegen dürfte es in der Karwoche gelgentlich regnen. Die berechneten Wetterprognosen deuten allerdings auf keine übermässigen Niederschlagsmengen hin. Könnten sich sowohl Bauer wie auch Förster mit einem langsamen, aber stetigen Ende der Trockenheit anfreunden? Möglich scheint dieses Szenario jedenfalls.