Wohin des Weges?

Wer in dieser Woche seine Ferien in der Schweiz verbringt, muss nicht auf angenehmes Wetter verzichten. Mit etwas Planung und Spontanität sind jeden Tag Wanderungen an der Sonne möglich.

Sonniges Bergtal mit gelben Lärchen.

Bildlegende: Die sichere Nummer Im Wallis scheint in dieser Woche die Sonne am meisten. Luciano Moraschinelli

Der September war mehr Sommer als Herbst (Artikel zum September). Diesem Schmusekurs setzt der Oktober nun ein Ende. In dieser Woche wird es mit Bise markant kälter. Dazu gibt es Sonnenschein, Wolken, Hochnebel und örtlich auch Regen. Was im Detail in den verschiedenen Regionen der Schweiz passiert, ist noch nicht klar. In der Höhe wirbeln mehrere kleine Tiefdruckgebiete um uns herum, was erfahrungsgemäss Überraschungen bringt. Dennoch können wir für Wanderer einige Tipps geben.

Bis Mittwoch: Wallis und Tessin top

Blick vom Pfannenstil zum Glarnerland. Die Stimmung ist mehrheitlich grau, doch im Hintergrund erhellen goldene Strahlen den oberen Zürichsee.

Bildlegende: Auch das ist schön Auch unter dem Hochnebel sind tolle Eindrücke möglich. Zumal in dieser Woche immer Lücken vorhanden sind. Marco Vanotti

Bis am Mittwoch gelten folgende Faustregeln: Je weiter im Westen und Süden und je weiter oben, desto sonniger. Bezüglich Wind gilt: In den Alpentäler ist es generell am ruhigsten, im Flachland, im Jura und an den Voralpen bläst die Bise. Somit werden im Wallis und in den Tessiner Bergen die angenehmsten Bedingungen erwartet. Am meisten Hochnebelfelder und Wolken gibt es vom Napfgebiet über die Vierwaldstätterseeregion bis in die Ostschweiz.

Ab Donnerstag im Wolken-Sandwich

Ab Donnerstag wird die Lage unübersichtlicher. Von Norden her könnte es mehr Hochnebel geben und von Süden her Wolken. Das Tessin verliert dann seinen Top-Status, es wird dort wahrscheinlich sogar zeitweise nass. Immer noch am besten geschützt scheinen das Wallis und die Westschweiz zu sein, auch wenn es dort ebenfalls einige Wolken gibt.

Hochnebel verlangt Spontanität

Berg, an welchem unten ein Nebelband hängt und der Gipfel in einer Nebelkappe hat.

Bildlegende: Unterschiedliches Niveau Die Obergrenze des Hochnebels kann auf kleinem Raum verschieden sein. Fritz Neukomm

In den nächsten Tagen finden Sie nur selten oder gar nie eine Angabe zur Hochnebelobergrenze. Dies ist ärgerlich für die Planung, aber macht Sinn: Bei ruhigem Herbstwetter kann die Obergrenze des Hochnebels recht genau prognostiziert werden. Die aktuelle Lage ist dagegen vertrackter. Die Tiefdruckgebiete in der Höhe verändern die Windverhältnisse. Erfahrungsgemäss liegt der Hochnebel dabei nicht nur je nach Region auf unterschiedlichen Höhen, er steigt und sinkt auch im Laufe des Tages. Am besten plant man deshalb mehrere Destinationen und entscheidet dann kurzfristig, wo die Wanderung hingehen soll.

Wintervorfreude am Wochenende?

Nach der Herbstwoche könnte es am Sonntag fast schon Winter werden: Nach gewissen Berechnungen kann es Flocken bis knapp unter 1000 Meter geben. Natürlich sind Prognosen für diesen Zeitraum unsicher. Aber für Schneefreunde ist dies sicher schon mal ein Hoffnungsschimmer.