Tenniswetter Zwischenhoch Hanna retourniert Wolken «cross-court»

Auf der anderen Seite des Ärmelkanals wird zurzeit aus Schweizer Sicht erfolgreich Tennis gespielt. Auch das Schweizerwetter liefert sich in diesen Tagen ein reges Wechselspiel. Dass das Zwischenhoch Hanna auch «cross-court» spielen kann, hat es in der Nacht auf Donnerstag eindrücklich bewiesen.

Milos Raonic in Aktion gegen Sam Querrey

Bildlegende: Wimbledon vs. Schweiz In Wimbledon werden die Tennisbälle über den Platz gejagt. In der Schweiz schickt der Wind die Wolken «cross-court». Reuters

Im Wetterspiel der letzten Tage hatte mal die Sonne, mal die Wolken die Nase vorne. Die treibende Kraft dahinter ist die Verteilung von Hoch- und Tiefdruckgebieten. Je nach Position der Kontrahenten weht der Wind aus einer anderen Richtung.

Von einem grünen Hang sieht man hinunter auf den blauen Thunersee und das Mittelland dahinter. Der Himmel ist blau mit Wolken am Himmel.

Bildlegende: Zuschauerränge in Aeschiried/BE Im Wechselspiel zogen die tieferen Wolken am Mittwoch von Westen her über den Thunersee, am Donnerstag von Osten. SRF Augenzeuge: Therese Zaugg

Das Tief Xavier über Deutschland schickte die Wolken am Mittwoch «longline» von West nach Ost über die Schweiz. So zogen die Wolken am Mittwochnachmittag und Abend rasch vom Jura Richtung Bodensee. Auf Donnerstagmorgen rückte das Zwischenhoch Hanna zu den Beneluxländern vor und retournierte die Wolken «cross-court». Die tieferen Wolken trieben mit der Bise zügig vom Bodensee zum Genfersee.

Bildlegende180° Windsprung innert 20 Stunden BildlegendeSRF Meteo

Jet d'eau als Windzeiger

In Genf bliess am Mittwochnachmittag ein böiger Südwestwind mit einem Mittelwind von 24 km/h. In der Nacht auf Donnerstag drehte der Wind auf Nordost. So bliess er am Donnerstagmorgen mit 12 km/h ins Genfer Seebecken.

Eine Analysekarte zeigt wo die Hochs und Tiefs am Freitag liegen.

Bildlegende: Tief Yigit rückt nach Mitteleuropa vor... Am Freitag muss das Zwischenhoch Hanna das Feld räumen und das Tief Yigit nimmt kurz den Platz ein. Deutscher Wetterdienst

Aussichten: Hoch Irmingard gewinnt Titel

Bis zum Final am Sonntag in Wimbledon geht es auch im Schweizerwetter mit einem Wechselspiel zwischen Hoch und Tief weiter. Vor allem ein Ausläufer des Tiefs Yigit macht uns am Freitag und gebietsweise noch am Samstag zu schaffen. Ab dem Sonntag ist die Schweiz dann im Hoch. Wahrscheinlich triumphiert das Hoch Irmingard und bringt uns auf anfangs nächster Woche den Titelgewinn - die Sommerhitze.