Wetterbericht

« In der Nacht Regen und Wind. Am Donnerstag trüb, windig und zeitweise nass, 5 bis 9 Grad. »
Felix Blumer
SRF Meteo Felix Blumer
  • Mittwoch, 13. Dezember 2017, 20:14 Uhr

Tageszusammenfassung

Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben!

In der vergangenen Nacht lösten sich die Wolken allmählich auf, und so war es am Morgen an vielen Orten in der Schweiz wolkenlos. Entsprechend war es auch sehr kalt. In Buffalora am Ofenpass sank das Thermometer auf einen Wert von -21,4 Grad. Nur unwesentlich weniger kalt war es auf dem Jungfraujoch mit -20,6 Grad. In Andermatt wurden -18,5 Grad gemessen und in La Brévine -16,4 Grad. Im Tannzapfenland im Kanton Thurgau sank die Temperatur bis auf -5,1 Grad. Vor allem am Jurasüdfuss bildete sich gegen Morgen stellenweise Nebel. Der löste sich bald wieder auf. Schon am späten Vormittag zogen am Jura die ersten Wolken einer Kaltfront auf, und Mitte Nachmittag gab es ersten Niederschlag. In der Regel war es zu Beginn Schnee bis in tiefe Lagen. Gegen Abend stieg die Schneefallgrenze allmählich an. Am Nachmittag wurde der Wind in allen Gegenden stärker. Sturmtief «Zubin» sorgte für Sturmböen. Die stärkste Böe wurde zunächst auf dem Pilatus mit 112 Kilometern pro Stunde gemessen, gefolgt vom Chasseral mit 111 Kilometern pro Stunde. In der kommenden Nacht werden noch deutlich stärkere Böen erwartet. Im Flachland lagen am Nachmittag die Maximalböen bei rund 80 Kilometern pro Stunde, dies vor allem dem Jura entlang und in den inneren Juratälern. (Felix Blumer)

Allgemeine Lage

Satellitenbild vom Mittag. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Satellitenbild vom Mittag.

Sturmtief «Zubin» zieht bis am Freitagmittag von Schottland nach Skandinavien weiter und schickt in dieser Zeit zahlreiche Fronten zu uns. Zwischen den Fronten gibt es in den Alpen kurze Südföhnphasen. Sonst verbleibt die Schweiz in einer kräftigen Westströmung. Hinter dem Tief folgt am Wochenende wieder deutlich kühlere Luft aus Norden.

Prognose bis Donnerstagabend

Bodensee bis Genfersee, Jura und Region Basel

Am Abend und in der Nacht fällt teilweise Regen. Zunächst gibt es Schnee bis in tiefe Lagen, dann steigt die Schneefallgrenze in einen Bereich zwischen 700 und 1100 Metern. Dazu bläst stürmischer Südwestwind. Im Flachland sind lokal 100 Kilometer pro Stunde möglich, auf den Jurahöhen bis 150 Kilometer pro Stunde.

Am Donnerstag geht es wechselhaft weiter. Es fällt immer wieder Regen, oberhalb von 600 bis 1100 Metern Schnee. In der Früh liegen die Temperaturen bei 3 Grad, am Nachmittag zwischen 5 und 9 Grad. Es bläst weiterhin starker bis stürmischer Westwind.

Voralpen und Alpen mit Wallis

In der Nacht setzt an vielen Orten Regen ein, die Schneefallgrenze steigt meist auf etwa 1000 Meter an, im Wallis fällt dagegen Schnee meist bis in Tallagen. In Graubünden bleibt es in der Nacht meist trocken. Auf den Bergen bläst stürmischer Südwest- bis Westwind. Die Windspitzen erreichen stellenweise 150 Kilometer pro Stunde, am Alpstein möglicherweise noch mehr.

Am Donnerstag ist es wechselhaft mit Regen, oberhalb von 800 bis 1300 Metern Schnee. Es bleibt auf den Bergen stürmisch. Morgen in der Früh liegen die Temperaturen bei 0 bis 3 Grad, am Nachmittag gibt es 6 Grad, auf 2000 Metern etwa -3 Grad. Es bleibt auf den Bergen stürmisch. Am Morgen und am Abend gibt es in den Tälern kurze Föhnschübe.

Tessin und Engadin

In der Nacht ist es oft stark bewölkt, es bleibt aber meist trocken.

Am Donnerstagvormittag gibt es im Mittel- und Südtessin sonnige Abschnitte, sonst ist es oft bewölkt, und gegen Abend kommt Regen auf, oberhalb von 800 bis 1100 Metern schneit es. Die Temperaturen steigen von 0 Grad auf 7 Grad.

Im Engadin ist es oft bewölkt, es gibt aber am Vormittag auch kurze sonnige Abschnitte. Gegen Abend fällt etwas Schnee. In den Mulden des Oberengadins gibt es am Morgen -9 Grad, am Tag steigen die Temperaturen bis zum Gefrierpunkt an.

Aussichten bis Samstag

Alpennordseite und Wallis

Am Freitag ist es veränderlich bewölkt, und vor allem an den nördlichen Voralpen und Alpen fällt noch Niederschlag. Im Mittelland ist es nur selten nass. Die Schneefallgrenze sinkt im Laufe des Tages von 1000 Metern gegen 500 Meter ab. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 5 und 7 Grad.

Am Samstag geht es wechselhaft weiter, und es gibt Schneeschauer bis ins Flachland. Die Höchstwerte liegen nur noch bei 2 Grad.

Alpensüdseite und Engadin

Am Freitagvormittag ist es wechselnd bewölkt mit einigen Schauern, Schnee ab etwa 800 Metern. Am Nachmittag gibt es wieder sonnige Abschnitte, besonders im Tessin.

Am Samstag hat es im Tessin zuerst noch Wolkenreste. Mit Nordwind wird es zunehmend sonnig. Im Engadin bleibt es wechselnd bewölkt, zeitweise fällt Schnee.

Die Höchsttemperaturen erreichen im Tessin 8 Grad, im Engadin am Freitag 0 Grad, am Samstag -3 Grad.

Trend bis Mittwoch, 20. Dezember

Blick auf eine verschneite Landschaft. Im Hintergrund sieht man die aufgehende Sonne über verschneiten Bergen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Am Sonntag und Montag fällt zeitweise Schnee bis ins Flachland. Danach übernimmt allmählich ein Hoch das Zepter.

Schnee bis ins Flachland

Die Schweiz bleibt in einer kühlen und vorerst auch feuchten Luftmasse. Zeitweise fällt Schnee bis ins Flachland. Mit einer aktiven Störung könnte es am Montag verbreitet weiss werden. Vom Atlantik dehnt sich ein Hochdruckgebiet mehr und mehr Richtung Schweiz aus. Zur Wochenmitte bestimmt es unser Wetter mit Sonnenschein in der Höhe, im Flachland bleibt vermutlich feuchte Nebelluft zurück. Die Höchstwerte liegen um 3 Grad.
Der Süden bleibt im Schutz der Alpen, besonders im Tessin scheint meist die Sonne, um 8 Grad.