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Martina Mousson: «Viele Menschen fühlen sich dem Mittelstand zugehörig»
Aus News-Clip vom 01.06.2021.
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2. SRG-Umfrage Die Umfrageergebnisse auf einen Blick

Wäre bereits am 22. Mai abgestimmt worden, wären die beiden Agrar-Initiativen abgelehnt worden. Hingegen angenommen wären die drei Gesetze. Damit hätte sich die Behördenposition bei allen fünf Vorlagen vom 13. Juni durchgesetzt.

Am 13. Juni stimmt die Schweiz über fünf eidgenössische Vorlagen ab. Das sind die Hauptergebnisse der Umfrage des Forschungsinstituts gfs.bern im Auftrag der SRG SSR:

Alle fünf Vorlagen erfuhren in der Hauptphase des Abstimmungskampfes eine Polarisierung der Meinungsbildung zum Nein hin. Im Falle der beiden Agrar-Initiativen zeichnet sich ein handfester Nein-Trend ab. Die Ja-Stimmen wanderten – klassisch für Initiativen – zum Nein. Eine teils komfortable Zustimmung erfahren die Behördenvorlagen.

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Abstimmungsumfrage: Nein zu Agrarinitiativen, Ja Gesetzesvorlagen
Aus Tagesschau vom 02.06.2021.
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Stadt-Land-Graben bei Trinkwasser-Initiative

Die Volksinitiative «für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung» wäre drei Wochen vor dem Abstimmungssonntag mit 53 Prozent abgelehnt worden. Da in den meisten gesellschaftlichen und politischen Gruppen der Trend in Richtung Nein verläuft, zeichnen sich dort im Mai weniger deutliche Gräben ab. Der deutliche Stadt-Land-Graben bleibt allerdings bestehen.

Auch klarer Rückgang bei der Initiative Pestizidverbot

Die Volksinitiative «für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide» wäre gegen Ende Mai mit 51 Prozent abgelehnt worden. Der typische Verlauf von Volksinitiativen erfasst somit auch diese Vorlage. Die knappere Situation als bei der Trinkwasser-Initiative kommt insbesondere durch einen etwas weniger deutlichen Nein-Trend zustande.

Nein-Trend beim Covid-19-Gesetz ist zu schwach

Eine klare Mehrheit von 64 Prozent hätte dem Covid-19-Gesetz zugestimmt. Am deutlichsten bleiben die Stimmabsichten politisch geprägt. Es bestätigen sich nämlich zwei mehrheitlich ablehnende Gruppen: SVP-affine Wählerinnen und Wähler und regierungskritisch Stimmende.

Ja-Mehrheit bei Nein-Trend beim CO2-Gesetz

Verglichen mit der ersten SRG-Umfrage ist der Ja-Anteil der Stimmenden auf 54 Prozent gesunken. Ein Nein-Trend zeigt sich besonders deutlich in ländlich geprägten Gebieten sowie bei tiefen bis mittleren sozialen Schichten. Lediglich knapp ist die Unterstützung neu bei den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern im mittleren Alter.

Sattes Ja beim Terrorismus-Gesetz

Eine komfortable Mehrheit von 62 Prozent hätte am 22. Mai dem Terrorismus-Gesetz zugestimmt. Aktuell geht eine Mehrheit der Teilnahmewilligen von einer Annahme der Vorlage aus. Untypisch: Das Nein-Lager konnte über den ganzen Kampagnenzeitraum hinweg zulegen.

Datenerhebung und Stichprobengrösse

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Datenerhebung und Stichprobengrösse

Die Umfrage ist im Auftrag der SRG SSR vom Forschungsinstitut gfs.bern zwischen dem 18. und 27. Mai 2021 durchgeführt worden. Der mittlere Befragungstag war der 22. Mai 2021. Insgesamt wurden die Antworten von 17'959 Stimmberechtigten für die Auswertung berücksichtigt.

Telefonisch befragt wurden 1213 stimmberechtigte Personen mit Wohnsitz in der Schweiz. Die Interviews wurden per Festnetz und Handy durchgeführt.

Diese Stichprobe ist sprachregional gewichtet und repräsentativ für die Schweizer Stimmberechtigten. Der statistische Fehlerbereich beträgt ± 2.8 Prozentpunkte. Bei 1213 Befragten und einem Ergebnis von 50 Prozent liegt der effektive Wert mit 95-prozentiger Wahrscheinlichkeit zwischen 47.2 und 52.8 Prozent. Dabei sind kleinere Abweichungen wahrscheinlicher, grössere unwahrscheinlicher.

Online-Befragung

Zusätzlich wurden mehrere Tausend Personen online befragt. Nach der Bereinigung und Kontrolle der Daten konnten die Angaben von 16'746 Personen für die Auswertung verwendet werden. Die Online-Befragung wurde über die Webportale der SRG-Medien realisiert als sogenanntes Opt-in (Mitmachbefragung).

Diese Online-Stichprobenzusammenstellung erfolgte nicht zufällig und die resultierende Stichprobe ist nicht repräsentativ. Es haben beispielsweise weniger ältere Personen als jüngere an der Online-Umfrage teilgenommen und mehr Männer als Frauen.

Deshalb hat das Institut gfs.bern die Antworten gewichtet: Den Verzerrungen in der Stichprobe wurde mittels statistischer Gewichtungsverfahren entgegengewirkt und so die Repräsentativität optimiert.

Die Aufteilung der gesamten Befragten auf die Sprachregionen ist wie folgt: 13'755 Personen aus der Deutschschweiz, 3378 aus der Romandie und 826 aus der italienischsprachigen Schweiz.

Wie wird gefragt?

Die befragten Stimmberechtigten hatten jeweils fünf Antwortmöglichkeiten zur Verfügung: «bestimmt dafür», «eher dafür», «weiss nicht/keine Antwort», «bestimmt dagegen» und «eher dagegen».

Für eine vereinfachte Darstellung im Artikel wurden in den meisten Fällen die Antworten «bestimmt dafür» und «eher dafür» zusammengezählt – entsprechend wurde auch mit den Antworten «bestimmt dagegen» und «eher dagegen» verfahren.

Konkret wurde etwa gefragt: «Ganz unabhängig davon, wie sicher Sie sind, dass Sie an dieser Volksabstimmung teilnehmen werden: Wenn morgen schon über die Vorlage abgestimmt würde, wären Sie dann bestimmt dafür, eher dafür, eher dagegen oder bestimmt dagegen?»

Umfragen sind Momentaufnahmen

Das Forschungsinstitut gfs.bern hat zwei Umfragen zur Abstimmung vom 13. Juni 2021 durchgeführt. Die Autoren der Studie betonen, die Ergebnisse seien kein vorweg genommenes Abstimmungsergebnis, sondern eine Momentaufnahme zur Zeit der Befragung.

Detaillierte Informationen zur Befragungsart und den Interpretationen der Ergebnisse finden Sie auf der Website des Institutes gfs.bern, Link öffnet in einem neuen Fenster.

Abstimmungs-Dossier

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Abstimmungs-Dossier

News und Hintergrund zu den Abstimmungen und Wahlen vom 13. Juni 2021.

SRF 4 News, 02.06.2021, 06:00 Uhr;

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128 Kommentare

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  • Kommentar von Sarah Wasser  (Sarah1)
    @ Herr Lang
    Ja ich kann ihnen die Informationsquele geben!
    Schauen sie doch bitte online in der Berner Zeitung vom 27.4.21 oder in der Köniz Zeitung von letzter Woche!
    Oder direkt auf köniz.ch/trinkwasser und dan
    Informationen zu Chlorothalonil
    1. Antwort von Pirmin Limacher  (Auri11)
      Chlorothalonil ist in der Schweizer Landwirtschaft verboten.
  • Kommentar von Daniel Brunner  (KurtKnecht)
    Wie kann es sein, dass wir uns so vor Terror fürchten, obwohl es meines Wissens nach in der Vergangenheit in der Schweiz keine gravierenden Vorfälle gab? Aber vor der Verschmutzung der Gewässer und multiresistenten Bakterien, welche laut offiziellen Angaben in Zukunft eine der grössten Bedrohungen für die CH Bevölkerung darstellen werden fürchten wir uns offenbar nicht!?
    1. Antwort von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
      Nun ja den einen oder anderen Toten hat es ja in Morges, Lausanne und Lugano durchaus gegeben. Man sollte auch hier nicht so tun, als ob das Problem nicht bestehen würde. Insbesondere die Rückkehrerproblematik ist nicht ohne und was da so im Umfeld gewisser Gebetsräume geschieht ist alles andere als Harmlos. Bis im Januar 2020 war übrigens eine Pandemie auch kein relevantes Risiko und gefürchtet hat sich davor ja auch niemand!
    2. Antwort von Peter Stauffacher  (Peter Stephan Stauffacher)
      In der Schweiz gab es bisher auch noch keinen schwerwiegenden Zwischenfall in einem Atomkraftwerk. Wieso sollten wir uns deswegen Sorgen machen? Es reich doch wenn Herr Brunner es für sicher hält?
  • Kommentar von Urs Lukas  (Luck11)
    für alle die gegen die TWI sind sollten vielleicht den neuen K- Tipp lesen.
    Laut den Messungen die im Trinkwasser gemacht wurden hat es noch Pestizidrückstände aus den 70er Jahren. Das ist doch fast 50 Jahre her, also vielleicht mal nachdenken wie lange die Pestizide von Heute noch das Trinkwasser belasten.
    Wie aus der Umfrage hervorgeht sind die Jungen eher gegen die TWI oder nicht interessiert, was ich absolut nicht verstehen kann.
    Gruss eines Boomers
    1. Antwort von Lukas Gubser  (Mastplast)
      Vielleicht sind die Jungen eben nicht so eingebildet und denken nur, "Kommt das Essen halt noch mehr aus dem Ausland" wo es ja dann keine Rolle spielt ob mit oder ohne Pestizide.