Flughafen live: Die Sicherheit als grösste Herausforderung

Um eine eintägige Livereportage zu realisieren braucht es viel Vorbereitung. Jede Station muss vorher angeschaut und die Abläufe geplant werden. Der Flughafen Zürich stellt da eine besondere Herausforderung dar. Vor allem wegen der Sicherheit.

Der Flughafen Zürich ist ein pulsierender Betrieb. Vom Pistenpersonal über die Sicherheitschecks, bis hin zu den Gastronomiebetrieben wird hier rund um die Uhr gearbeitet. «Schweiz aktuell extra» fängt diesen Alltag und seine Geschichten während neun Stunden live ein. Damit eine solche Sendung überhaupt möglich ist, braucht es ein minutiöse Vorbereitung. Ein wichtiger Bestandteil ist die Rekognoszierung. Das heisst vor Ort gehen und die Lage auskundschaften.

Langjährige Erfahrung mit solch aufwändigen und komplexen Produktionen hat Kurt Schwaller. Der Projektleiter der tpc ist für den kompletten technischen Aspekt der Sendung verantwortlich. Er und sein Team befinden sich bereits seit mehreren Tagen am Flughafen um die Gerätschaften in Betrieb zu nehmen.

«Die Rekognoszierung nahm einen ganzen Tag in Anspruch», erzählt Schwaller. «Es gab unglaublich Vieles zu klären und wir mussten alles einrichten. Es war gigantisch.»

Komplexe Sicherheitsvorschriften

Die Produktion ist laut Schwaller von der technischen Seite nicht so anspruchsvoll, aber: «Die Sicherheitsvorschriften stellen die grösste Schwierigkeit dar.» Im Abflugbereich des Flughafens gelten strenge Sicherheitsauflagen. «Die Techniker können sich nicht einfach frei bewegen, sondern müssen immer in Begleitung eines Flughafenmitarbeiters sein. Das ist zeitaufwändig und muss in der Planung berücksichtigt werden». So nahm die Kontrolle der Gerätschaften einige Zeit in Anspruch, entsprach sie doch einem normalen Sicherheitschec. Die Geräte wurden alle kontrolliert, als würden sie mit in ein Flugzeug geführt werden.

Insgesamt sind neun Kameras im Einsatz. Vier davon mobil. Auf einem weitläufigen Areal wie dem Flughafen nicht ganz einfach. «Glücklicherweise können wir das Glasfasernetz des Flughafens nutzen», so Schwaller. «Somit bleibt es uns erspart hunderte Meter von Kabeln ziehen zu müssen.»