Unglücksfahrt und Bergung der «Costa Concordia»

13. Januar 2012, 19 Uhr: Die «Costa Concordia» sticht in See. Von Civitavecchia geht es Richtung Savona. Dort wird das Schiff nie ankommen. Wenige Stunden nach Ablegen sind 32 Menschen tot, das stolze Schiff ein Wrack vor der Insel Giglio. Im September 2013 wurde das Schiff geborgen.

Knapp 3200 Touristen und 1000 Besatzungsmitglieder befinden sich auf dem riesigen Kreuzfahrtschiff «Costa Concordia» am 13. Januar 2012. Kapitän Francesco Schettino will das Schiff Richtung Norden in den Hafen von Savona steuern. Es ist eine Etappe einer Kreuzfahrt durch das Mittelmeer.

Gegen 21.15 Uhr verlässt das Schiff die geplante Route. Kapitän Schettino will möglichst nahe an der Insel Giglio vorbeifahren, um der Insel einen Gruss zu erweisen. Er steuert das Schiff zu nahe an die Küste und kollidiert mit dem Riff «Le Scole». Im Rumpf klafft nun ein 70 Meter langer Riss, das Schiff ist nicht mehr manövrierfähig.

Chaos an Bord

Die «Costa Concordia» bekommt Schlagseite, vor dem Hafen Porto Giglio läuft sie auf Grund. Die Evakuierung verläuft chaotisch, auch weil Kapitän Schettino das Schiff frühzeitig verlässt.

Das fatale Manöver reisst 32 Menschen in den Tod, 30 werden verletzt. Kapitän Francesco Schettino wird sich wegen fahrlässiger Tötung, Herbeiführung einer Havarie und frühzeitiges Verlassen des Schiffes vor Gericht verantworten müssen. Die Reederei zahlte 11'000 Euro plus 3000 Euro erstatteter Reisekosten an jeden Passagier.