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International 1000 Peitschenhiebe für saudischen Blogger

Der saudische Menschenrechtsaktivist Raif Badawi kritisierte die Politisierung des Islams. Ein Gericht hat ihn deshalb zum Ungläubigen erklärt. Der Familienvater muss zehn Jahre ins Gefängnis und wird mit 1000 Peitschenhieben bestraft.

Wegen «Beleidigung des Islams» hat ein Gericht in Saudi-Arabien einen Menschenrechtler zu 10 Jahren Haft und 1000 Peitschenhieben verurteilt. Raif Badawi, Gründer der Organisation Liberales Saudiarabisches Netzwerk, muss zudem eine Busse von knapp 240'000 Franken zahlen.

Der Aktivist war 2012 festgenommen worden. In erster Instanz wurde er zu 7 Jahren Gefängnis und 600 Peitschenhieben verurteilt. Die Behörden verboten ein von ihm betriebenes Internetportal, in dem er die saudische Religionspolizei kritisiert hatte.

Strenge Religionspolizei

Amnesty International nennt das Urteil «skandalös» und fordert, den Aktivisten unverzüglich und ohne Vorbedingungen freizulassen.

In Saudiarabien herrscht der Wahabismus, eine puritanische Auslegung des Islams. Die Religionspolizei setzt Gesetze mit harter Hand durch. Kritiker bemängeln, dass oft nicht die Regierung, sondern religiöse Autoritäten das Sagen hätten.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von S. Küng, Zofingen
    Es ist unglaublich, was im Namen Gottes (welcher auch immer) gerechtfertigt wird.
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  • Kommentar von Hans Weiler, St. Gallen
    Während die USA mit Putin auf Kriegsfuss ist, teilen sie dagegen mit den Saudis problemlos das gleiche Bett. Ja, aber....Im Gegensatz zu andern Unrechtsstaaten, überlassen die Saudis den Amis ihr Öl. Im Gegenzug garantieren sie der Herrscherfamilie (wie einst dem Schah) volle finanzielle und militärische Unterstützung, (um die eigene Bevölkerung in Schach zu halten). Kann man dieses ungelenke Schmierentheater wirklich nicht durchschauen?
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  • Kommentar von Felix von Wartburg, Luzern
    Ich bin vor 40 Jahren aus meiner anerzogenen Religion ausgetreten, nicht weil ich etwas gegen diese Religion hatte, sondern gegen alle Glaubensbekenntnisse auf dieser Welt. In der Menschheitsgeschichte sind und werden mehr Menschen durch Religions- und Glaubenskriege umgebracht worden oder ums Leben gekommen als durch politisch, wirtschaftlich oder militärisch motivierte Kriege. Das war für mich der Grund, mich von allen Glaubensbekenntnissen loszusagen. Man kann auch an sich selbst glauben.
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