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International 150 Tote bei Angriffen der Boko Haram

Im Nordosten Nigerias hat die radikal-islamistische Terrorgruppe offenbar erneut ein Massaker angerichtet. Die Islamisten griffen eine Moschee an und zerstörten zwei Dörfer.

Bei Überfällen der islamischen Terrorgruppe Boko Haram sind im Nordosten Nigerias nach Schilderungen von Augenzeugen insgesamt rund 150 Menschen getötet worden. Von den Sicherheitskräften waren keine Angaben zur Zahl der Opfer zu erhalten. Allein in Kukawa am Tschad-See solle aber laut Zeugen fast 100 Menschen getötet worden sein.

Der Angriff von etwa 50 Bewaffneten dauerte demnach vier Stunden, ohne dass Sicherheitskräfte interveniert hätten.«Die Terroristen haben zunächst muslimische Gläubige angegriffen, die in mehreren Moscheen zum Gebet versammelt waren», sagte ein Augenzeuge.

«Sie haben die Moscheen umstellt und haben dann auf die Gläubigen geschossen, vor allem junge Männer und Kinder», sagte der Mann. Einige der Angreifer hätten Leichen in Brand gesetzt, andere seien zu den Häusern des Dorfes gelaufen und hätten auf die Frauen geschossen.

Dutzende Getötete und zwei zerstörte Dörfer

Augenzeugen und ein Abgeordneter sagten, dass in zwei Dörfern des Bundesstaates Borno bereits am Mittwochabend mindestens 48 Gläubige erschossen worden seien. Der Abgeordnete Mohammed Tahir machte für diese Angriffe auf zwei Nachbardörfer direkt die Gruppe Boko Haram verantwortlich.

«Die Bewaffneten von Boko Haram haben 48 Männer getötet und elf weitere verletzt», sagte Tahir über die Attacke in der Nähe der Stadt Monguno. Die beiden Dörfer seien vollständig zerstört worden.

Mehr als 15'000 Tote bisher

Die Angriffe waren die blutigsten seit dem Amtsantritt des neuen muslimischen Staatspräsidenten Muhammadu Buhari am 29. Mai. Buhari hatte den Kampf gegen Boko Haram zu seiner Priorität erklärt.

Die Fanatiker wollen im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias einen so genannten islamischen Gottesstaat errichten. Seit 2009 tötete die Terrorgruppe nach Angaben der Vereinten Nationen mehr als 15'000 Menschen.

11 Kommentare

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  • Kommentar von Roland Pfister, Basel
    @W.Ineiechen: Papa Bergoglio-alias "Papst" Franziskus und seine Kumpels im Vatikan wissen Rat: Dialog,äh Diaog,Zärtlicher Gott,bla,blah und der "Islam ist eine Religion des Friedens", ähm,ähm .,blah,blah,denn gemäss dem zweien Vaikanischen Konzil beten die Moslems denselben "Barmherzigen Gott an",Bla,blah,blah!! Noch Fragen?Fazit;Man kann gar nicht soviel essen wie man kotzen möchte.
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  • Kommentar von W.Ineichen, Luzern
    Muslime bringen sich gegenseitig um. Auf welcher Seite steht wohl Allah mit seinem Propheten?
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    1. Antwort von P.Fetz, Zürich
      Wie vor 20 Jahren als sich die Christen gegenseitig umbrachten in Irland!
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    2. Antwort von E. Jenni, Ottikon
      @Fetz: Falsch, denn dort beschränkte sich der Terror auf Nordirland und war in Ausmass und Brutalität in keinster Weise zu vergleichen mit den IS Greueln unserer Zeit. Solche schwachsinnigen Vergleiche hinken immer auf beiden Seiten. Der Islamismus und der damit hergehende Terror ist ein weltweites Problem und beschränkt sich nicht nur auf ein Land! Immer wieder werden hier Vergleiche zu Christen gezogen die einfach nicht legitim sind. Und was ist mit der Christenverfolgung in der islam.Welt?
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  • Kommentar von C. Szabo, Thal
    In Nigeria geht es in 1. Linie um Gewinne aus Ressourcen. Die nördlichen Provinzen sind ökonomisch benachteiligt. Die Boko Harem ist eine Söldnerarmee, die gewissen Mächten dient. Diese wollen über Umwege an den Gewinnen des Südens beteiligt werden. Die internationalen Ölkonzerne spielen eine undurchsichtige Rolle. China ist ebenfalls ein Grossabnehmer des Öls und anderer Ressourcen. Leute aller Ethnien werden Opfer, um den Rest einzuschüchtern. Ein dreckiges, aber gewohntes Spiel.
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